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Die Grenzen der WirtschaftsunionGuido Tabellini: "Der Euro hat Europa gespalten"

Die Europäer sollten zusammenwachsen. Aber trotz gemeinsamer Währung, wirtschaftlicher Integration und höherer Mobilität hätten sich die kulturellen Unterschiede vertieft, sagt der Mailänder Ökonom Guido Tabellini.

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Guido Tabellin
Guido Tabellin © Winkler
 

Herr Tabellini, Europa steht vor bedeutsamen Wahlen. Manche meinen sogar, diese könnten die Rückabwicklung der EU einläuten. Teilen Sie diese Furcht?
GUIDO TABELLINI: Ich bin nicht so pessimistisch. Die nationalistischen Parteien werden zulegen. Aber an der Art und Weise, wie das politische Europa funktioniert, wird sich nicht viel ändern. Das sind globale Phänomene. Man kann sie auch außerhalb Europas beobachten, etwa in den USA. Sie haben ursächlich damit zu tun, dass sich der ökonomische Konflikt in den Staaten selbst stark wandelt.

Was meinen Sie damit?
Früher fand die Auseinandersetzung zwischen rechts und links statt, zwischen Reich und Arm, Arbeit und Kapital. Heute verlaufen die Gräben zwischen den urbanen, gebildeten Schichten, die von der Globalisierung profitieren, und ihren Verlierern, die in Branchen arbeiten, die stark unter Konkurrenz der Chinesen oder anderer Niedrigkostenländer leiden. Diese Abgehängten reagieren auf ihre schwindenden Perspektiven mit dem Ruf nach Nationalismus, nach Protektionismus in der Wirtschaft, mit der Ablehnung von Migration und der Rückbesinnung auf traditionelle Werte. Die Finanzkrise hat das verstärkt. Sie hat das Vertrauen in die europäisch gesinnten Eliten geschwächt und in den Geschädigten Feindseligkeit gegenüber Europa geweckt.

Kommentare (2)

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umo10
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Blödsinn

Die Unterschiede sind kulturell und geografisch und haben nix mit dem Euro zu tun! Italien hätte seine Währung weiter abgewertet. Der Drachmen wäre auch immer schwächer geworden. Die Südländer machen einfach mehr Siesta. Es ist dort viel zu warm mittags. Die deutschen haben ein erfülltes Leben, wenn sie Arbeit haben. Thats it. es können nicht alle erster sein!

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Sam125
1
3
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Ökonom Herr Guido Tabellini, spricht genau das aus, was ich mir schon längst

gedacht habe! Aber mit so klaren und für Jedermann verständlichen Worten, so dass jeder Mensch, den Ernst der Lage in Europa sofort erkennen kann! Mit der falschen Migrationspolitik und Unterdrückung und Mundtod machen der Europa Bürger, wird und kann Europa auch nicht mehr zusammenwachsen! Ja liebe Linkspopulisten Europas, macht nur weiter so, dann ist es nur mehr eine Frage der Zeit, bis ihr Europa zerstört habt!!

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