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Einsatz an der Grenze 1991Ehemalige Offiziere erinnern sich: „Unsere stärkste Waffe war das Glück!“

Der Krieg an der Grenze löste im Juni 1991 den größten militärischen Einsatz des Bundesheeres in der Zweiten Republik aus. Ein Rückblick auf bange Tage.

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Juni 1991: Soldaten des Bundesheeres beobachten den Grenzübergang in Spielfeld © Österreichisches Bundesheer
 

Am Abend des 26. Juni 1991 proklamierte Slowenien feierlich in Laibach seine Unabhängigkeit; bereits am Nachmittag desselben Tages rollten die ersten Panzer der Jugoslawischen Volksarmee in Richtung Grenze zu Italien, um diese Loslösung von Jugoslawien zu verhindern. Am 27. Juni wurden bereits an verschiedenen Frontabschnitten gekämpft; am 28. Juni besetzten Panzer der Volksarmee den Grenzübergang Gornja Radgona (Oberradkersburg) am südlichen Ufer der Mur. In der Stadt gab es ebenfalls am selben Tag bereits heftige Kämpfe.

Kommentare (4)
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styriart
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Wenn man bedenkt,

welcher unglaublich aufgeblasener Apparat 1991 das Bundesheer war (bis hinauf zum Verteidigungsminister) - und man dann nicht mal die minimale Weitsicht hatte, einen Krieg im Nachbarland zu erkennen und ein paar Grundwehrdiener alleine in der Kaserne ein paar Meter neben der Grenze lässt, noch während die ersten Schüsse durch die Luft peitschen...

Peterkarl Moscher
0
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Wahrheit tut weh !

Wie viel Schuß scharfe Munition hatten wir pro Mann zur Verfügung ? , der Rest
waren Platzpatronen.

Zwiepack
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Unser Heer mag keine Vorzeigearmee sein,

aber leider wird es zu allem Überfluss im entscheidenden Moment von der Politik auch noch daran gehindert, wenigstens im Ernstfall einigermaßen leidlich zu agieren.

Das war 1956 und 1968 nicht anders und wird wohl auch so schnell nicht besser werden.

So gesehen haben wir bisher tatsächlich mehr Glück als Verstand gehabt

zweigerl
13
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Das Glück

Ich lese nun schon den zweiten Kommentar des Offiziers Puntigam über das maßlose "Glück", das dem österreichischen Bundesheer beschieden war, als es nicht gerade spornstreichs an die Grenze geeilt ist, um diese zu schützen. Kann man das auch konkretisieren? War es der Dusel einer völlig inkompetenten militärischen Führung, wie sie fast jeder Präsenzdiener auf irgendeine Weise erlebt hat? Betrunkene Unteroffiziere, eine desaströse Gruppendynamik, narzisstische Leutnants, sinnlose "Gefechtsübungen"? Na, hoffentlich fällt es nicht einmal dem Orban ein, sich für die Flüchtlingshilfe 1956 durch die Rückeroberung des Burgenlands zu revanchieren.