AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Revolution in RumänienSchüsse auf Demonstranten: Leontina starb in seinen Armen

Der Aufstand gegen Ceausescu verlief blutig und ist längst nicht verdaut. Besuch bei den Helden von einst.

Weiterlesen mit unserem Digitalabo

Gratis testen

    Sie erhalten Zugriff auf:

  • Alle Kleine Zeitung Plus Artikel
  • Tägliches E-Paper
  • Smartphone App
Laszlo Tökes begann die Revolution in Temeschwar. Den Pastor zog es später in die EU-Politik
Laszlo Tökes begann die Revolution in Temeschwar. Den Pastor zog es später in die EU-Politik © Nina Koren
 

Und wieder marschiert in der schmalen Marasesti Straße die Polizei auf, spucken Mannschaftswagen Bewaffnete aus. Wieder versammelt sich die Menge, dicht gedrängt, auf dem Siegesplatz vor der Oper, wo Rauch aufsteigt. Und doch ist alles anders: Dort, wo vor 30 Jahren die Menschen unter Einsatz ihres Lebens „Libertate – Freiheit!“ und „Nieder mit Ceausescu!“ riefen, herrscht Volksfeststimmung. Dicht an dicht stehen Grillbuden, Spanferkel brutzeln auf langen Spießen, Riesenkürbisse werden ausgestellt, Rebensaft ausgeschenkt. Entspannt feiert Temeschwar das Weinfest. „Ich bin stolz!“, sagt Danut Gavra, wenn er auf die Stadt blickt. „Vieles hat sich gut entwickelt“, meint er und stützt sich auf seine Krücke. Gavra hat sein Bein verloren für das freie Rumänien. Als die Schergen des Regimes im Dezember 1989 auf die Demonstranten schossen, zerfetzte ein Dum-Dum-Geschoss ihm die Knochen des Unterschenkels. Seine Freundin Slobodanka, sie standen Arm-in-Arm, wurde mit einem Schuss in den Bauch aus dem Leben gerissen.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren