Anhaltende PolitkriseDroht Bosnien nun erneut Krieg?

Politkrise in Bosnien und Herzegowina und Volksvertreter, die alte Ängste schüren, erfüllen die EU mit Sorge. Dabei ist von ethnischen Spannungen im Alltag recht wenig zu spüren.

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Die Wunden der Vergangenheit blieben – damit scheinen Politiker zu taktieren
Die Wunden der Vergangenheit blieben – damit scheinen Politiker zu taktieren © (c) APA/AFP/DIMITAR DILKOFF (DIMITAR DILKOFF)
 

In Bosnien und Herzegowina herrscht seit fünf Monaten eine tiefe Politkrise. Nachdem der damalige hohe Repräsentant der UNO, Valentin Inzko, im Juli die Leugnung von Völkermord unter Strafe stellte, proben die bosnischen Serben unter Milorad Dodik den Aufstand. Sie blockieren alle politischen Institutionen und drohen nun damit, alle gesamtstaatlichen Institutionen und Gesetze auf ihren Teilstaat zu übertragen, die seit dem Friedensvertrag von Dayton vor über 25 Jahren geschaffen wurden.

Dieser Vertrag regelte auch höchst kompliziert das Zusammenleben von Bosniaken, Serben und Kroaten, die in zwei Teilstaaten leben, der bosnisch-kroatischen Föderation und der Republika Srpska, die seit über zehn Jahren von Milorad Dodik geführt wird. Was dieser Boykott aller Institutionen des Gesamtstaates konkret bedeutet, erklärt in Sarajevo der EU-Delegationsleiter, der Österreicher Johannes Sattler: "Wir haben eine de facto Blockade der höchsten und wichtigsten Institutionen. Wir haben eine Blockade der Präsidentschaft, des Parlaments, auch des Ministerrats, da bewegt sich im Moment sehr wenig. Es haben sich 400 Tagesordnungspunkte des Ministerrates angesammelt, nichts geht weiter.

Kommentare (7)
mahue
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Manfred Hütter, 9330 Althofen: Überschrift und 3 vorletzter Absatz

widersprechen sich im Bericht gewaltig. Bitte nochmal lesen.
"Zum Punkt Kriegsgefahr". Die Überschrift hat der profunde Balkan/Ostexperte Wehrschütz sicher nicht geschrieben.

Peterkarl Moscher
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Abstrafen

Die Serben können nicht anders, als zündeln ein solches Land wird und
kann in einer EU nie Mitglied werden. Jetzt wieder Bosnien auseinander-
reisen bedeutet wieder Krieg und viele Tote.

Lepus52
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Inzko hat Öl ins Feuer gegossen.

Ein Diplomat handelt anders. Das hat er auch bei der Ortstafelverhandlung versucht. Er hatte nur Glück, dass Ostermayer sich nicht provozieren ließ. Vor laufender Kamera ein Erlebnis so wie am Viehmarkt umzukrempeln. Zitat: "Josef, schlag ein!"

Peterkarl Moscher
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Lepus52

Ja der Herr Inzko hat jahrelang dafür gesorgt das der Frieden erhalten
geblieben ist. Er war Garant dafür das die Ordnung wiederhergestellt wurde
und wenn jetzt wieder Brandstifter kommen und das Wirken vom " Volte "
in Frage stellen dann sollte man schon genau nachdenken was man sagt.

Immerkritisch
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Serbien

bei der EU?
Nein, danke!!!

Ragnar Lodbrok
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Serben,

radikal auf allen Ebenen...

Ogolius
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Na dann….

Egal ob im Tennis oder in der Ethik - die „serbische Elite“ ist schon ein eigenes Völkchen. Man kennt sie über Jahrhunderte bis in die Neuzeit und man tut gut daran, sich mit ihnen auf Nichts einzulassen - und schon gar nicht auf etwaige Bedürfnisse bezüglich EU-Beitrittsverhandlungen. Finger weg …..