Bananen-Streit Warum die Fundamente von Erdoğans Ein-Mann-Herrschaft über die Türkei bröckeln

Bananen-Streit, Arbeitslosigkeit, Repression: Die Unzufriedenheit vieler Türken mit ihrem immer selbsherrlicheren Präsidenten wächst.

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Die größten Sorgen vieler Türken: die Wirtschaftskrise, Millionen Flüchtlinge im Land und die staatliche Repression
Die größten Sorgen vieler Türken: die Wirtschaftskrise, Millionen Flüchtlinge im Land und die staatliche Repression © AFP
 

„Wir sind hier die Hausherren, ihr seid nur Gäste – und trotzdem geht es euch besser als uns“, schreit ein aufgebrachter Türke eine junge Frau aus Syrien an. „Ich kann mir nicht mal eine Banane leisten, aber ihr kauft sie kiloweise“, schimpft der Mann in einer Video-Straßenumfrage des Internetsenders Kanal Dünya, die in den sozialen Medien in der Türkei die Runde machte. Als Antwort ließen sich einige Syrer auf der Videoplattform Tiktok beim Bananen-Essen filmen. Jetzt weist das türkische Innenministerium sieben Syrer aus, weil sie „provokativ“ Bananen gegessen haben sollen.

Kommentare (1)
KarlZoech
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Lesenswert?

Wenn Erdogan scheinheilig das Atatürk-Mausoleum besucht, so schändet er das Andenken des Staatsgründers.

Denn mit Atatürks Ideen und Gedanken hat Erdogan gar nichts am Hut.
Atatürk war ein Aufklärer, Erdogan ist ein religiöser Fundamentalist.
Erdogan ist seit zumindes zehn Jahren ein Übel für die Türkei.

Und zu lange Amtszeit führen bei manchen Politikern zu Allmachtswahn. Die USA wussten schon, warum sie die Amtszeit des Präsidenten mit zwei Perioden, also acht Jahren, beschränken.