US-PräsidentBiden trifft in Rom Papst Franziskus und Macron

Bidens zweite Auslandsreise seit seinem Amtsantritt im Jänner führt ihn zunächst nach Rom und dann zum G-20-Treffen und zur Weltklimakonferenz nach Glasgow.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Joe und Jill Biden sind in Rom gelandet © AP
 

Papst Franziskus empfängt US-Präsident Joe Biden, den erst zweiten katholischen Staatschef in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Bei dem Treffen mit Biden und dessen Gattin Jill am Freitag (12.00 Uhr) im Vatikan soll es nach Angaben des Weißen Hauses unter anderem um den Kampf gegen die Corona-Pandemie, den Klimawandel und die weltweite Bekämpfung der Armut gehen.

Am Nachmittag wollte Biden mit der italienischen Regierung sprechen. Anschließend sollte er den französischen Präsidenten Emmanuel Macron treffen, um nach dem jüngsten Zerwürfnis im Verhältnis mit dem Bündnispartner wegen der U-Boot-Krise die Wogen zu glätten.

G-20-Gipfel und Weltklimakonferenz

Bidens zweite Auslandsreise seit seinem Amtsantritt im Jänner führt ihn zunächst nach Rom, wo er ab Samstag am G-20-Gipfel wichtiger Wirtschaftsnationen teilnehmen wird. Ab Montag will er im schottischen Glasgow an der Weltklimakonferenz teilnehmen.

Unklar blieb, ob bei Bidens Audienz beim Papst auch das umstrittene Thema Abtreibung zur Sprache kommen würde. Bidens Regierung unterstützt das Recht zur Abtreibung, was im Widerspruch zur Position der katholischen Kirche steht. Einzelne US-Bischöfe hatten daher gefordert, Biden von der Kommunion auszuschließen. Der 78-Jährige, der regelmäßig in die Kirche geht, gilt als gläubiger Katholik. In seinem Büro fand sich schon am ersten Tag seiner Amtszeit neben Familienfotos auch eine Aufnahme Bidens mit Papst Franziskus. Der erste katholische Präsident der US-Geschichte war John F. Kennedy (1961 bis 1963) gewesen.

Mit Spannung wurde auch Bidens Treffen mit Macron erwartet. Das Verhältnis der transatlantischen Partner war zuletzt sehr angespannt, denn die USA hatten im September ohne Absprache einen Sicherheitspakt mit Australien und Großbritannien im Indopazifik ins Leben gerufen. Der Pakt ließ ein milliardenschweres U-Boot-Geschäft Australiens mit Frankreichs platzen, was in Paris zu wütenden Reaktionen führte.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!