Finanzielles DilemmaAfghanistans Milliarden außer Reichweite: Taliban in Geldnot?

Auf die neue Regierung in Kabul könnten offenbar Geldsorgen zukommen, denn die afghanischen Reserven ruhen allesamt im Ausland. Was bleibt, ist der Drogenhandel.

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Afghanistan
Ein rares Gut in Afghanistan: US-Dollar-Noten © (c) AP (SERGEI GRITS)
 

Geld regiert die Welt, aber die Taliban müssen wohl ohne die afghanischen Gold- und Devisenreserven regieren. Etwa neun Milliarden US-Dollar sind Afghanistans Reserven wert, doch allem Anschein nach nichts für die neuen Machthaber des Landes am Hindukusch. Denn fast alles davon lagert im Ausland und ist damit für sie außer Reichweite. Einmal mehr spielen die USA eine entscheidende Rolle: Der Großteil der Vermögenswerte der afghanischen Zentralbank befinden sich in den USA. Und weil die Taliban weiterhin auf der Sanktionsliste des Finanzministeriums stehen, steht ihnen dieses Guthaben auch nicht zur Verfügung.

Kommentare (12)
Laser19
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Die Finanzierung Afghanistans wird von der westlichen Welt

zu Russland und China wechseln, der arabische Raum bleibt. Schließlich sind genügend Rohstoffe vorhanden, die von China exploriert und ausgebeutet werden. Das schafft Arbeitsplätze und Steuereinnahmen.

SoundofThunder
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🤔

Die werden halt der Bevölkerung das letzte Hemd wegnehmen.

RonaldMessics
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Die westlichen....

...Kriminellen sorgen, dass afghanische Kriminelle Geld zum Absichern ihrer Macht erhalten.

MuskeTiere4
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Wer hat die Gottes-Krieger bisher

eigentlich (im Hintergrund) so finanziert?
Wenn die USA und der IWF schon so einige Konten einfrieren, fürchten sie wohl die missbräuchliche Verwendung für Terroranschläge und Ausbeutung der verbliebenen ZivilistInnen. Aber China (und Russland, die VAE usw.) ist sicher auch involviert wie schon in Afrika, gegen Gegenleistungen natürlich. Auch ihr Impfstoff kommt dort an.
Die TB-Führung lügt grade vor offiziell laufenden Kameras das Blaue vom Himmel. Es geht sicher um die Finanzierung ihrer rein gottesmännlichen) Vorhaben und weniger um die Bartpflege. Wahrscheinlich hat Pr. Biden über kurz oder lang recht dort jeden Geldhahn zuzudrehen und die Waffenlieferungen zu reduzieren. Die TB wurden sicher aufgepäppelt, damit die (stellvertretende?) Machtübernahme bisher schnell und reibungslos funktionieren konnte!

neuernickname
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Wo bunkern die Gotteskrieger eigentlich das Geld, dass sie den Junkies weltweit abknöpfen?

Im religiös gesegneten Sparstrumpf oder liegt das Geld net auch auf irgendeiner Ungläubigen-Bank. Und wenn - wärs da net möglich gewesen, den wackeren Rauschebärten da den Saft schon vor Jahren abzudrehen?

Oder fliegen die Importeure mit den Geldkoffern in die Destinationen, wo die Gotteskrieger ihre Drogendollars/franken/euro abcashen?

SoundofThunder
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🤔

Drogenhandel. Afghanistan ist der Weltweit größte Produzent von Drogen.

SagServus
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...

Alkohol trinken verboten wegen Islam.

Aber selbst fest Drogen produzieren und handeln.

Bravo55555
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entkriminalisierung

wie wärs mit Entkriminalisierung von Heroin und Abgabe von synthetischem Heroin an Schwerstabhängige. Damit würde das durch Beschaffungskriminalität verdiente Geld nicht in die Hände von kriminellen Organisationen und Terroristen fallen.

smithers
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Vielleicht kann der frühere Präsident der auf seiner Fluch 169 Millionen US-Dollar mitgenommen hat wieder ein paar Millionen hergeben. Er wird so einen Haufen Kohle ja eh nicht brauchen.

GanzObjektivGesehen
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Wenn man wirklich wollte....

....könnte man die Drogenproduktion und den Handel mit Drogen militärisch stark einschränken.
Aber die allerersten die darunter noch mehr leiden müssten als sie es ohnehin schon tun, wäre die Zivilbevölkerung im Land.

Weit und breit keine Lösung in Sicht. Ausser die Russen (unwahrscheinlich) oder die Chinesen investieren aus dubiosen Gründen in Afghanistan....

neuernickname
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@Ganzobjektiv Die Chinesen sind schon dran an den Taliban

laut Tagesschau. Dort liegen für ein paar Billionen Dollar Eisen, Lithium, Gold, Kupfer zum Abbau bereit.

Die Talibanhäuptinge werden wohl bald - in den Spielcasinos in Macau, Europa oder in Las Vegas Champagner schlürfen und ihre Bärte verspielen.

GustavoGans
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Wobei

mir immer noch lieber ist, dass die afghanische Zivilbevölkerung darunter leidet, weil sie kein Heroin mehr verkauft, als dass eine österreichische Familie darunter leider, dass ihr Sohn/ihre Tochter an Heroin zugrunde geht.