Lage in Afghanistan beunruhigendErdogan will sich mit Taliban-Führung treffen

"Die jüngsten Entwicklungen und die Lage der afghanischen Bevölkerung sind wirklich sehr beunruhigend", sagt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Die Türkei suche daher das Gespräch mit den Taliban.

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan © AP
 

Angesichts des rasanten Vormarsches der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan könnte die Hauptstadt Kabul viel früher in die Hände der Aufständischen fallen als bisher von den USA angenommen. Der Zusammenbruch könnte in 30 bis 90 Tagen erfolgen, berichtete die „Washington Post“ unter Berufung auf Terrorexperten.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will mit der Führung der radikalislamischen Taliban über eine Deeskalation in Afghanistan beraten. "Die jüngsten Entwicklungen und die Lage der afghanischen Bevölkerung sind wirklich sehr beunruhigend", sagte Erdogan am Mittwoch dem TV-Sender CNN Türk. Die Türkei suche daher das Gespräch mit den Taliban. "Vielleicht werde ich sogar in der Lage sein, die Person zu treffen, die ihr Anführer ist", sagte Erdogan.

Erdogan hatte zuvor bereits angekündigt, Gespräche mit den Taliban über die Sicherung des Kabuler Flughafens zu führen. Ankara hatte sich grundsätzlich bereit erklärt, den internationalen Flughafen nach dem vollständigen Abzug der internationalen Truppen aus dem Land abzusichern. Die Türkei fordert aber diplomatische, finanzielle und logistische Unterstützung der USA. Die Verhandlungen zwischen Ankara und Washington dauern an.

Parallel zum rasch fortschreitenden Abzug der US- und anderer Nato-Truppen aus Afghanistan hatten die Taliban in den vergangenen Monaten große Teile des Landes erobert. Die Miliz kontrolliert inzwischen mehr als ein Viertel der Provinzhauptstädte in Afghanistan.

Kommentare (1)
schteirischprovessa
1
1
Lesenswert?

Das erste wäre mal, die Leute zur Arbeit zu bringen.

Die Wirtschaft sucht händeringend nach Arbeitskräften, in der Pflege fehlen zigtausende Kräfte.
Dafür gibt's viel zu viele Arbeitslose und interessanterweise immer noch geförderte Kurzarbeit.
Je mehr Menschen sich in einer Beschäftigung befinden, desto geringer die Anzahl jener, die die Armut wirklich betrifft.
Das Geschwafel, die Unternehmen zahlen zu wenig, kann ich nicht mehr hören. Denn schließlich gibt's überall Kollektivverträge, die eingehalten werden.
Für jene, die über Armut jammern aber nicht arbeiten wollen, habe ich wenig Verständnis.
Dass jene, die nicht arbeiten können, sozial abgesichert sein müssen, ist selbstverständlich.