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USA bezeichnete Armenien-Massaker als Genozid Warum die Türkei beim Stichwort Völkermord rot sieht

Bidens Äußerung zu Massakern an Armeniern im Ersten Weltkrieg belastet Beziehungen zu Ankara. Die Türkei lädt US-Botschafter wegen Anerkennung von Völkermord vor.

Erdogan erklärte, das Thema dürfe nicht "durch Dritte politisiert" und "als Instrument zur Einmischung in unserem Land" missbraucht werden. © AP
 

Wütend reagiert die Türkei, wenn vom Völkermord an den Armeniern im untergehenden Osmanischen Reich die Rede ist. Nicht nur die Regierung sieht dann rot, auch weite Teile der Opposition und Öffentlichkeit reagieren allergisch. Viele Armenier seien in den Kriegswirren des Jahres 1915 umgekommen, lautet die offizielle Lesart der Türkei; eine Vernichtungsabsicht habe es aber nicht gegeben – und deshalb auch keinen Völkermord. In der Geschichtsforschung ist diese These heute auch in der Türkei nicht mehr unumstritten: Eine neue Generation türkischer Historiker hat im letzten Jahrzehnt umfangreiche Forschungsarbeiten vorgelegt, die der osmanischen Reichsregierung die Absicht zum Genozid nachweisen. In den öffentlichen Diskurs der Türkei finden ihre Erkenntnisse aber keinen Eingang – denn sie stellen die Fundamente der Türkischen Republik in Frage und sind der Gesellschaft unerträglich.

Kommentare (6)
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strohscw
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Viele Armenier seien in den Kriegswirren des Jahres 1915 umgekommen,

Geht´s noch? Die sind nicht im Gewirr "umgekommen", die wurden vorsätzlich ermordet!
Warum haben wir solch eine angst die Dinge beim Namen zu nennen?

Heinz-55
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Volkermord heute?

Damals die Armenier und heute die kurden im irak und Syrien! Leider sieht die welt heute weg und Erdogan darf in ein land einmarschieren zerbomben und in der Türkei die kurden verfolgen und es passiert nichts genauso wie damals in Armenien. Echt schlimm!

Patriot
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Präsident Biden sagt was Sache ist!

Wohltuend, nach dem Trump(l)!

reschal
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Verdrängung und Scham

Die islamische Kultur ist von Ehre und Scham geprägt. Daraus folgt, dass man das Dunkle verdrängen muss.

crawler
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Wenn man daran denkt

wie lange es in Österreich gedauert hat, bis man sich vom Opfer des Krieges zumindest zum Mittäter bekannt hat, braucht man sich nicht wundern. Es gibt sogar welche, die heute noch dem Gröfaz huldigen.

Hildegard11
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Crawler

Stimmt. Aber bei wenigstens nicht der Präsident.