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Gipfeltreffen Wien bietet sich als Gastgeber für Biden-Putin-Gipfel an

In einem Interview mit russischen Medien hatte der finnische Außenminister Pekka Haavisto bereits im Februar 2021 dafür geworben, ein etwaiges Gipfelgespräch der Präsidenten von Russland und der USA wie bereits im Juli 2018 erneut in Helsinki stattfinden zu lassen.

© APA/AFP
 

Nachdem US-Präsident Joe Biden seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin am Dienstag ein Gipfeltreffen vorgeschlagen hat, hat das österreichische Außenministerium der Nachrichtenagentur TASS Wiens Bereitschaft erklärt, als Gastgeber zu fungieren. Finnlands Außenminister Pekka Haavisto hatte dies für sein Land bereits im Februar betont. Beim letzten Gipfel von USA und Russland 2018 war Helsinki zum Zug gekommen.

"Die Entscheidung, ob, wann und wo ein Gipfeltreffen stattfindet, obliegt den beteiligten zwei Seiten. Österreich steht den Teilnehmern von beliebigen Gesprächen auf hohem Niveau stets zur Verfügung", zitierte die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS am Dienstagabend einen Vertreter des österreichischen Außenministeriums.

2018 in Helsinki

In einem Interview mit russischen Medien hatte Finnlands Außenminister Haavisto bereits im Februar 2021 dafür geworben, ein etwaiges Gipfelgespräch der Präsidenten von Russland und der USA wie bereits im Juli 2018 erneut in Helsinki stattfinden zu lassen. Nach seinem Telefonat mit Biden telefonierte Putin am Dienstag auch mit dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö und erzählte ihm laut dem finnischen Pressestatement unter anderem vom geplanten Treffen mit Biden. Von einer Ortswahl war einstweilen jedoch keine Rede.

Nach Angaben von Ex-Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, hatte Russland 2018 Österreich als Ort für das damals geplante erste offizielle Treffen von Trump und Putin präferiert. Nachdem es dafür zunächst auch Unterstützung des damaligen US-Präsidenten gegeben habe, sei diese Idee jedoch schließlich am Widerstand von Spitzenmitarbeitern Trumps gescheitert und Helsinki zum Austragungsort gekürt worden, schrieb Bolton in seinem 2020 veröffentlichten Enthüllungsbuch "The Room Where It Happened: A White House Memoir".

Kommentare (4)
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sakh2000
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Scheint so als ob Biden nun das Herz in die Hose rutscht!

Vor nicht allzu langer Zeit hat er Putin als "Killer" bezeichnet, ihn dann zu weltweiten Klimagesprächen eingeladen und nun möchte er einen Gipfel mit ihm. Im Westen wird kritisiert, dass Russland an der ukrainischen Grenze Militär zusammenzieht - ein "Manöver" abhält. Niemand spricht davon, dass die Amerikaner in der Ukraine bereits Militärbasen haben, US-Soldaten sind dort stationiert. Von Westeuropa braucht man ja gar nicht reden - dort sind ständige mehr als 70.000 Soldaten aus Übersee im Einsatz. Wo liegt nun die Bedrohung?

schadstoffarm
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die Bedrohung liegt dort

wo aus der Drohung eine Tat entstand - auf der Krim, Donbas, Ossetien, Abchasien, Tschetschenien, usw. usf.

sakh2000
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Dann fällt der Kosovo wohl auch darunter?

Unterstützt durch die westliche Staatengemeinschaft. Die Ukraine wäre bei Russland besser aufgehoben. Alleine sind die wohl kaum lebensfähig, internationale Unterstützungsgelder werden zwar gewährt - jedoch als Garantien - kein Bargeld! Ein EU-Beitritt ist wohl undenkbar - wer braucht über 40 Millionen weiterer Billigarbeitskräfte, die jetzt schon in Italien unsere Lederjacken schön günstig zusammennähen! Mich wundert nur warum der amerikanische Schauspieler sich so für diesen Staat interessiert, wohl wahrscheinlich nur weil der "Killer" dort agiert. Ich kann mich noch gut an den Balkankrieg erinnern, wie schnell die Amis dort wieder verschwunden sind, als das meiste vorbei war - gab halt nichts zum holen. Unsere ukrainischen Bekannten (aus Kie´v) sind derselben Meinung.

schadstoffarm
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na wennst Großserbe bist

ist das nachvollziehbar. Ich nehme an Serbien soll sich auch eher nach Russland orientieren ?