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UrsachensucheFrankreichs heimliche Brutstätte der Gewalt

Hat Frankreich ein Tschetschenen-Problem? Nach der Enthauptung des Lehrers Samuel Paty durch einen Asylwerber aus dem Milieu richtet sich der Blick der Ermittler auf die Szene. Diese gilt als verroht, gewaltbereit und kaum bekannt.

Paris
Paris © (c) AFP (BERTRAND GUAY)
 

Die Polizei schlug im Morgengrauen zu. Mit Dutzenden Einsätzen geht der französische Staat nach der Ermordung des Lehrers Samuel Paty seit Montagfrüh gegen Islamisten im ganzen Land vor. Wie das Innenministerium in Paris bekannt gab, wurde der ermordete Geschichtslehrer Opfer einer Fatwa, eines religiösen islamischen Gutachtens, das der Vater einer Schülerin und ein bekannter militanter Islamist gegen ihn ausgesprochen hatten, nachdem er im Unterricht umstrittene Mohammed-Karikaturen verwendet hatte.

Kommentare (8)
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Edelstahl 50
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Frankreich

Schon richtig so a paar politiker soll es auch treffen

marijo
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Tschetschenen mùssen in Europa bekannt sein, oder schlafen alle?

Unbekannt? - Wo in Europa wären diese unbekannt? Tschetschenen dùrften doch weltbekannt sein, in Õ haben sie sich einen schlechten Ruf erworben. In Õ gab es jedoch eine Dame, welche fùr die Hilfe insb bei der Immgration von Tschetschenen hõchste gesellschaftliche Anerkennung und breite Unterstützung fand. Es dùrften insb auch Tschetschenen Fùhrungskräfte der IS gewesen sein. Oder darf man das alles nicht sagen wegen PC (political correctness)? Aber wie soll man dann ein Problem lõsen, wenn man nicht darùber sprechen kann? Mir kommt vor, dass man immer ùber die italienischen Mafiosi sprechen konnte (70er/80er-Jahre). Jetzt ist man nah am Maulkorb bei dem Wort Tschetschenen-Mafia. Was genau ist anders? Weil sie eine andere Religion haben, das dann gegen Religionsfreiheit....? Oder was?

Hildegard11
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Westliche Eliten (Politiker) ....

....scheinen extrem ideologisch, naiv oder zynisch zu sein. Das "blöde Volk" soll sich mit den Dahergelaufenen Radikalen herunschlagen. Selber sitzen sie ja sicher und beschützt in ihren Volkspalästen.

KarlZoech
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Es ist für einen empathisch empfindenden, aufgeklärten Menschen absolut unverständlich,

dass ein Mensch, ein Lehrer, bestialisch umgebracht wird im Namen eines Gottes bzw. seines Propheten. Man erkennt, dass Religion, jedenfalls fundamentalistisch-radikal verstanden etwas Unheil bringendes ist.

Wenn es irgendwelchen Zuwanderern, Flüchtlingen, in einem westlichen Land nicht gefällt, so steht es diesen Menschen doch frei, dorthin zurück zu gehen, woher sie kamen. Herr Kadirow, der Präsident der Region Tschetschenien, wird wohl nichts dagegen haben, er ist ja selber erzkonservativer Muslim.

Trotzdem muss man klarstellen: Wenn ein Tschetschene mordet, so erlaubt dies trotzdem nicht, alle Tschetschenen als potentielle Mörder anzusehen, denn Pauschalurteile sind für viele Einzelne immer ungerecht.

tenke
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Am Höhepunkt der Flüchtlingskrise habe ich noch jenen angehört,

die solch pauschalen Unterstellungen vehement widersprochen haben. Verfolgt man aber bewusst, wie viele Gewalttaten z.B. auch in Österreich von Flüchtlingen, Asylberechtigten etc. begangen werden, dann wird einem schlecht! Da kann man den (meisten) Medien nichts vorwerfen, sie berichten über jede Gewalttat. Und Zusätze wie "Asylberechtigter" oder "Migrationshintergrund" verheimlichen sie uns Gott sei Dank nicht. AUGEN AUF, an alle Gutmenschen, es ist gegenwärtige Realität.

KarlZoech
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@ tenke: Da gibt es nichts zu beschönigen. Jedoch: Die Medien berichten natürlich über keinen Menschen,

welcher kein Verbrechen begeht - und diese sind in allen Bevölkerungsgruppen die große Mehrheit. Pauschale Urteile sind daher auch hier falsch. Offensichtlich gibt es jedoch unter manchen Zuwanderergruppen eine höhere Kriminalitätsrate als bei anderen.

Nichtsdestotrotz stößt es höchst unangenehm auf, wenn Menschen, welche bei uns Schutz suchen, sich hier kriminell verhalten, und diese gehören abgeurteilt und in ihr Ursprungsland zurückgeschickt. Das Asylrecht sollte bei Begehung von Verbrechen gegen Leib und Leben sowie bei Betätigung in organisierter Kriminalität automatisch ab Verurteilung verlustig gehen!

jsr9832
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Es sind bestimmt nicht alles potentielle Mörder,

aber wenn man offen oder im geheimen unter sich zustimmt, dann ist man mitschuldig. Und das ist bestimmt bei fast allen der Fall.

KarlZoech
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@ jsr9832: Ich stimme Ihnen uneingeschränkt zu, dass jemand, der eine solche Mordtat gutheißt, sich mitschuldig macht.

Wieweit das bei fast allen - in diesem Fall tschetschenischen - Zuwanderern zutrifft, das wage ich im Detail nicht zu beurteilen, "fast alle" werden es wohl doch eher nicht sein.