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Berg-Karabach "Verängstigt und traumatisiert": SOS-Kinderdorf nimmt Kinder auf

Wie die Organisation am Dienstag in einer Aussendung mitteilte, ist ein Großteil der Kinder von seinen Familien getrennt worden.

© (c) AP
 

Die schweren Kämpfe um die Südkaukasusregion Berg-Karabach dauern weiter an und die verfeindeten Nachbarländer Aserbaidschan und Armenien warfen sich am Dienstag gegenseitig massiven Beschuss vor. Da durch die Gefechte viele Familien und Kinder ihr Zuhause verloren, hat SOS-Kinderdorf 57 vertriebene Kinder aus Berg-Karabach im SOS-Kinderdorf Kotayk in Armenien aufgenommen.

Wie die Organisation am Dienstag in einer Aussendung mitteilte, ist ein Großteil der Kinder von seinen Familien getrennt worden. Einige seien zusammen mit ihren Müttern aufgenommen worden, berichtete Spartak Sargsyan, der Leiter von SOS-Kinderdorf in Armenien. Der Zustand der Kinder sei besorgniserregend. "Sie sind verängstigt und traumatisiert. Mehrere Kinder haben aufgrund ihrer aktuellen Erlebnisse aufgehört zu sprechen", sagte Sargsyan. Sie bräuchten dringend psychologische Unterstützung.

Seit der Konflikt um die Region Berg-Karabach Ende September erneut ausgebrochen ist, seien bereits 20.000 Kinder, Frauen und alte Menschen vertrieben und 500 Menschen getötet worden, darunter auch Kinder. Sollten die Gefechte weiter eskalieren, befürchtet die Hilfsorganisation, dass noch deutlich mehr Menschen ihr Zuhause verlieren. Zu deren Unterstützung bitte SOS-Kinderdorf auch in Österreich um Spenden, so Sargsyan. SOS-Kinderdorf ist seit den 90er-Jahren sowohl in Aserbaidschan als auch in Armenien aktiv.

Kommentare (2)

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CuiBono
2
1
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@onyx

"Denn meistens sind die sg "Kinder" jugendliche Buben kurz vor der Volljährigkeit."

Sie - onyx - können diese Ihre Aussage sicherlich konkret und stichhaltig belegen.
Also - ich (und wohl auch andere) warte.

Und es gilt hier das berühmte Wort mit zwei "tt".
Nein - nicht "bitte", sondern "flott".

onyx
5
7
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...

Finde ich schön, dass man die Berichterstattung auch einmal auf andere Krisenregionen lenkt und bekannt wird, dass Not auch dort herrscht wo nicht gerade die TV Kameras hinblicken.

Frage mich bloß warum sich die Gastgeberländer derart auf "Kinder" fokussieren. Denn meistens sind die sg "Kinder" jugendliche Buben kurz vor der Volljährigkeit. Das ist eine enorme Schieflage.