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30 Jahre WiedervereinigungGorbatschow und die deutsche Einheit

Der Weg vom Mauerfall bis zur Wiedervereinigung wurde maßgeblich von der Sowjetunion bestimmt – und auch auf Kosten der Machthaber in Moskau.

Zwangloses Treffen im Kaukasus
Zwangloses Treffen im Kaukasus © (c) Pool/Pool (Pool)
 

Nach dem Mauerfall wurde SED-Chef Egon Krenz zum sowjetischen Botschafter Vjačeslav Kočemasov in Ost-Berlin bestellt. Krenz war in Erklärungsnot: Er versuchte, den Mauerfall als freiwillige Aktion darzustellen. Kočemasov machte klar, dass es zwar Sache der DDR sei, die Grenze zur BRD zu öffnen, aber dass im Falle Berlins die Interessen der Alliierten tangiert seien. Krenz blieb nichts anders übrig, als Michail Gorbatschow zu bitten, unverzüglich die Westmächte zu kontaktieren, um zu gewährleisten, dass – aus seiner Sicht – die normale Ordnung in der Stadt aufrechterhalten und Provokationen an der Staatsgrenze seitens Berlin West verhindert werden. Das war das letzte, was er noch tun konnte: Moskau aktivieren, um den Schutz der Grenze in Berlin wieder zu reaktivieren.

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