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Geteiltes DeutschlandJung, motiviert und ostdeutsch

Was die DDR in 40 Jahren nicht geschafft hat, ist in den 30 Jahren Einheit von allein entstanden: eine ostdeutsche Identität. Aber wieso ist das so?

Expo in Potsdam
Expo in Potdsam © PMSG/STIEBITZ
 

Seine größte Fehleinschätzung über die Wiedervereinigung sei das lange Nachwirken der DDR in den Köpfen der Menschen. „Ich dachte, die nächste Generation ist nicht mehr ostdeutsch“, sagt Gregor Gysi der Kleinen Zeitung anlässlich des heutigen 30. Jahrestages der deutschen Einheit. „Und jetzt ist ein ostdeutsches Selbstbewusstsein entstanden, das ich manchmal ganz falsch finde, zum Beispiel bei Pegida und so.“ Dann fügt er lachend hinzu, eine eigene ostdeutsche Identität habe nicht einmal die DDR-Führung hinbekommen, auch wenn sie es 40 Jahre versucht habe. „Aber es resultiert aus den Fehlern bei der Einheit“, sagt Gysi und zählt das Prinzip Rückgabe vor Entschädigung bei Grundeigentum auf und die fehlende Wertschätzung für die Lebensleistung der DDR-Bürger.

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