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Flüchtlinge verteilen?Athen fürchtet weitere Morias

Die griechische Regierung will die Menschen auf Lesbos belassen – aus Sorge, dass sonst weitere Lager brennen. Ein Drittel der Migranten von Moria ist jünger als 18 Jahre.

Athen fürchtet weitere Morias
Athen fürchtet weitere Morias © AFP
 

Die Zelte stehen. Feldbetten für rund 5000 Menschen gibt es im provisorischen Lager Kara Tepe am Stadtrand von Mytilini auf Lesbos. Aber die meisten der 12.500 Migranten, die vergangene Woche bei den Bränden im Lager Moria ihre Unterkünfte verloren, zögern und ziehen erst allmählich in das neue Camp ein. Viele sitzen seit Jahren auf Lesbos fest. Sie hatten gehofft, mit der Feuerkatastrophe würde sich für sie der Weg aufs griechische Festland und nach Europa öffnen.

Das war wohl auch das Kalkül der Brandstifter, die allem Anschein nach das Lager abfackelten. Am Dienstag nahm die Polizei im Zusammenhang mit dem Brand sechs junge Männer fest. Es handelt sich laut Behörden um afghanische Migranten. Nach einem weiteren Tatverdächtigen fahndet die Polizei noch. Alle sechs hatten auf Lesbos Asylanträge gestellt, die jedoch abgelehnt wurden. Die mutmaßlichen Brandstifter konnten nach Angaben aus Polizeikreisen durch Aussagen von Augenzeugen und anhand von Handy-Videos identifiziert werden.



Jetzt fürchten viele Migranten, dass sie in dem neuen Lager auf Lesbos auf unabsehbare Zeit festgehalten werden. Tausende campieren deshalb seit einer Woche auf Feldern, Straßen und Parkplätzen am Stadtrand von Mytilini. Etwa ein Drittel der Migranten von Moria ist jünger als 18 Jahre. Von ihnen wiederum sind rund 400 unbegleitete Minderjährige.

Kommentare (2)

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zweigerl
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Benzinfässer

Beginnen nun parallel mit dem Bau der neuen Lager die Bewohner von Chios, Lesbos, Samos, Kos und Leros Benzinfässer einzulagern? Pythagoras von Samos, hättest du dir das vor 2500 Jahren gedacht?

sugarless
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Brandstiftung

Es brennt eh schon das nächste Lager