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Kim Jong-unEr ist wieder da

Kim habe an einer Zeremonie zur Fertigstellung einer Düngemittelfabrik nördlich von Pjöngjang teilgenommen, heißt es.

Es ist nicht das erste Mal, dass Nordkoreas Kim abtauchte. 2014 war er fast sechs Wochen von der Bildfläche verschwunden
Es ist nicht das erste Mal, dass Nordkoreas Kim abtauchte. 2014 war er fast sechs Wochen von der Bildfläche verschwunden © (c) APA/AFP/KCNA VIA KNS/STR (STR)
 

Rund drei Wochen war Kim Jong-un von der Bildfläche verschwunden - nun hat sich Nordkoreas Machthaber nach Berichten der Staatsmedien wieder in der Öffentlichkeit gezeigt. Kim habe an einer Zeremonie zur Fertigstellung einer Düngemittelfabrik nördlich von Pjöngjang teilgenommen, hieß es am Samstag. Die Feierlichkeiten hätten am Freitag stattgefunden. Die offizielle Zeitung "Rodong Sinmun" zeigte Bilder von Kim, wie er in einem dunklen Mao-Anzug ein rotes Band zerschneidet oder sich lächelnd im Kreis von Funktionären bewegt.

US-Präsident Donald Trump sagte in Washington angesprochen auf den Bericht: "Ich möchte das lieber noch nicht kommentieren." Man werde sich zu gegebener Zeit äußern.

Der inszenierte Auftritt Kims dürfte aber nach Ansicht von Beobachtern die Spekulationen um seinen Gesundheitszustand vorerst beenden. Die staatlich kontrollierten Medien hatten 20 Tage lang nicht mehr von öffentlichen Aktivitäten des Machthabers berichtet. Insbesondere nachdem er bei den Feierlichkeiten zum Geburtstag seines Großvaters und früheren Staatschefs Kim Il-sung am 15. April in Pjöngjang gefehlt hatte, hielten sich hartnäckig Gerüchte, Kim sei ernsthaft erkrankt.

Ich möchte das lieber noch nicht kommentieren.

US-Präsident Donald Trump

Ein Grund dafür, warum er wochenlang von der Bildfläche verschwunden war, wurde jetzt in den Medien des Landes nicht genannt. Nordkorea ist eines der weltweit isoliertesten Länder. Am 11. April hatte Kim ein wichtiges Parteitreffen in Pjöngjang geleitet, danach war er nicht mehr aufgetaucht.

Foto © (c) AP

Der US-Nachrichtensender CNN hatte zuletzt unter Berufung auf einen Regierungsbeamten berichtet, Kim sei "nach einer Operation in ernsthafter Gefahr". In Südkorea war der Bericht auf Skepsis gestoßen. Nach Angaben des Präsidialamts in Seoul gab es zunächst keine Hinweise auf größere Gesundheitsprobleme Kims. Auch war die Regierung in Südkorea davon ausgegangen, dass Kim weiter die Kontrolle über die Regierungsgeschäfte gehabt habe und außerhalb von Pjöngjang gewesen sei.

Die auf Nordkorea spezialisierte Internetzeitung "Daily NK" in Südkorea hatte berichtet, Kim habe sich einer Operation am Herzen unterziehen müssen. Er erhole sich aber wieder außerhalb der Hauptstadt. Kim ist nach Angaben Südkoreas 36 Jahre alt. Er ist übergewichtig und gilt als starker Raucher. Sein Vater Kim Jong-il, von dem er die Macht übernommen hatte, war Ende 2011 war an einem Herzinfarkt gestorben.

Von der Zeremonie in der Fabrik hieß es, alle Anwesenden hätten "Hurra" gerufen, um Kims Einsatz um die Düngemittelindustrie zu würdigen. Kim habe mehrere Orte auf dem Fabrikgelände angeschaut und sich über den Produktionsprozess informieren lassen. Er habe sich über das Geschaffene zufrieden geäußert und über die Aufgabe gesprochen, "unsere chemische Industrie mit korrekter Orientierung zu entwickeln, wie es das neue Jahrhundert erfordert".

Dass Kim längere Zeit nicht öffentlich in Erscheinung tritt, ist nicht ungewöhnlich. 2014 war er fast sechs Wochen von der Bildfläche verschwunden. Danach zeigte er sich mit einem Gehstock. Der Geheimdienst in Südkorea vermutete damals, dass Kim eine Zyste am Sprunggelenk entfernt worden war.

Kommentare (5)

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wirklichnicht
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3
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Eigentor der westlichen Presse

Wenn jemand 3 Wochen nicht da ist und auch nur in Urlaub war, werden Sachen hinzugedichtet wie Herzoperation, Tod oder Corona-Phobie. Aber nichts, auch gar nichts davon wurde bestätigt, nur Gerüchte! Egal, wer Kim eigentlich ist, er hat einfach "nichts" gemacht. Dann taucht er wieder normal auf, hat keinen Kilo krankheitsbedingt abgenommen und das erste, das die westliche Presse schreibt, es sei "inszeniert". Merkt denn keiner bei uns, dass er durch so einen Blödsinn auch bei uns "manipuliert" wird, auch ganz ohne Propaganda einer Diktatur.

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Centaurea
1
7
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Sind die Bilder tatsächlich aktuell?

Bei der Propaganda-Maschinerie sind Zweifel angebracht.

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vpower
2
39
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Ob Kim da ist oder nicht

Spielt für uns keine Rolle, die vielen politischen Inhaftierten in Nordkorea sehen das anders. Die Zeitungen berichten über jeden Husten von Kim, die brutalen Lager bleiben unerwähnt.

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hbratschi
7
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du hast recht vpower,...

...aber erfahrungsgemäß kommt dort auch bei seinem "abgang" nicht viel besseres nach. aber solch durchaus vergleichbare regime und strukturen gibt es in großen teilen der welt. auch wenn wir uns das nur mehr schwer vorstellen können, weil wir das unsagbare glück haben, seit mitte des vorigen jahrhunderts in frieden leben zu dürfen. und ich hoffe, dass das auch so bleibt. aber wenn man sich die ganzen nationalistischen hetzer zu gemüte führt, dann hab ich da so meine zweifel...

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hbratschi
14
32
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Ist das nicht schön,...

...dass er wieder da ist. ohne ihn und seinen freund donald wär die welt ja wirklich arm dran...😉😁

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