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AtomabkommenIran zieht sich zurück und nimmt Urananreicherung wieder auf

Iran kündigte weitere Reduzierung von Atomverpflichtungen an. US-Präsident Donald Trump war im Mai 2018 aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen.

Irans Präsident Rouhani
Irans Präsident Rouhani © APA/AFP/IRANIAN PRESIDENCY/HO
 

Der Iran hat einen weiteren Schritt zur Abkehr vom internationalen Atomabkommen angekündigt. Sein Land werde die Urananreicherung in der Anlage Fordow wieder aufnehmen, sagte Staatschef Hassan Rouhani am Dienstag. Die 180 Kilometer südlich von Teheran gelegene Anlage war im Zuge des 2015 geschlossenen Wiener Abkommens auf Eis gelegt worden.

In der Folge des 2015 geschlossenen Abkommens war die Anzahl der Zentrifugen in den unterirdischen Urananreicherungsanlagen Fordo und Natanz um mehr als zwei Drittel auf 5060 reduziert worden. Der Iran sagte außerdem zu, die Entwicklung neuer leistungsfähigerer Zentrifugen zu begrenzen, um eine rasche Erhöhung seiner Anreicherungskapazität auszuschließen. Gemäß dem Abkommen hätte der Iran erst ab 2025 die Urananreicherung wieder ausbauen dürfen.

Der Iran hatte bereits am Montag eine weitere Erhöhung der Produktion angereicherten Urans sowie die Entwicklung zweier neuartiger Zentrifugen zur Urananreicherung verkündet: Der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, sagte bei einem Besuch in der Atomforschungsanlage in Natanz laut Staatsfernsehen, sein Land produziere nun täglich fünf Kilogramm angereicherten Urans, was einer Steigerung um das Zehnfache gegenüber der noch vor zwei Monaten produzierten Menge entspricht.

US-Präsident Donald Trump war im Mai 2018 aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen und verfolgt seitdem mit Sanktionen eine Politik des "maximalen Drucks" gegenüber Teheran. Der Iran hat darauf mit dem schrittweisen Rückzug aus dem Atomabkommen reagiert.

Kommentare (1)

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hbratschi
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3
Lesenswert?

hätte mir nie gedacht,...

...dass mir ein staat in dem die fürchterlichen mullahs das sagen haben einmal symathischer sein würde, als die usa. trump macht's möglich...

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