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Landtagswahlen in DeutschlandAfD vor Wahlsieg in Sachsen und Brandenburg

Brandenburg und Sachsen stehen vor einer Richtungswahl. Erstmals könnte die AfD stärkste Kraft werden. SPD und CDU schnüren deshalb noch ein Hilfspaket für den Bergbau in der Lausitz. Und man hört zu. Ob das reicht, ist nicht ausgemacht.

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AfD-Wahlkampf in Sachsen
AfD-Wahlkampf in Sachsen © APA/AFP/John Macdougall
 

Die Botschaft aus dem Osten scheint bei den Regierungsparteien in Berlin angekommen zu sein. Unmittelbar vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg am Sonntag wird nach monatelanger Verhandlung in der Kohlekommission ein milliardenschweres Hilfspaket für die deutschen Bergbauregionen auf den Weg gebracht. 40 Milliarden Euro sollen den Strukturwandel unterstützen. Gut ein Drittel davon fließt allein in die brandenburgische und sächsische Lausitz, die vom Wandel seit der Wende 1989 stark betroffen ist und wo sich der Frust auf „die da oben“ besonders breitgemacht hat, weil man sich vergessen und abgehängt fühlt. Tausende Jobs hängen hier an der Braunkohle, dabei sind die Arbeitsplatzverluste nach dem Untergang der DDR-Betriebe 30 Jahre nach dem Mauerfall noch nicht vollständig verdaut.

Die Wahlen auf einen Blick

In Sachsen und Brandenburg sind am Sonntag Landtagswahlen. Die Wahllokale öffneten in beiden Ländern um acht Uhr für zehn Stunden. In Brandenburg sind mehr als 2,1 Millionen Menschen wahlberechtigt, in Sachsen können etwa 3,3 Millionen Bürger über den neuen Landtag entscheiden. Mit ersten Prognosen zum Wahlausgang wird mit Schließung der Wahllokale um 18 Uhr gerechnet. 

Die rechtspopulistische AfD konnte in der Lausitz zuletzt besonders stark punkten. Der brandenburgische Landesparteichchef Andreas Kalbitz und der sächsische Spitzenkandidat Jörg Urban treten hier sogar gemeinsam auf. Beide werden in den ausgezehrten Orten, die seit der Wende besonders viel Wandel verdauen mussten, selbstbewusst als die künftigen Ministerpräsidenten vorgestellt. Bis vor Kurzem sah es auch so aus, dass die AfD in Brandenburg und in Sachsen jeweils stärkste Kraft werden würde und die CDU in Dresden und die SPD in Potsdam ihren Führungsanspruch nach jeweils 30 Jahren verlieren würde. Doch im Endspurt konnten der Brandenburger Dietmar Woidke und der Sachse Michael Kretschmer ihre Landesvaterrolle doch noch ausspielen. Beide haben nun in den Umfragen wieder die Nase vorn. Das Problem der Unzufriedenheit aber bleibt – wie auch das Überraschungspotenzial, denn noch haben sich ein Drittel der Wähler nach eigener Aussage noch nicht entschieden.

Kommentare (6)

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marioschierl
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Das wird wieder ein Katzenjammer...

...wenn dem Wunschresultat des Systems die knallharte, schweigende Wählerschaft einen Strich durch die Rechnung macht. Lang werden die ARD ZDF Gesichter, kopfschüttelnd mit Unverständnis das Ergebnis aufnehmend, ob der Argheit so vieler Wähler, welche in ihren Augen homophob und rechtsgerichtet ihr Kreuz am Papier falsch ansetzen. Doch 20+ Prozent als nicht zurechnungsfähig abzutun, wäre wohl die flachste Erklärung, für eine tiefere müsste man die rosarote Komfortzone verlassen....Europa quo vadis....

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archiv
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Das ist in Österreich nicht anders ...


... auch entscheidet die "Kohle der Milliardäre und Millionäre für die türkisen" die Wahlen - noch Fragen?

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crawler
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Da müssten ja die ÖVP/Türkisen

ausgezrichnet gearbeitet haben, wenn es schon mehr Millionäre und Milliadäre als ķleine brave Hackler gibt die immer SPÖ oder FPÖ gewählt haben.

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Zapfenstreich
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Das ist in Österreich nicht anders ...

Wenn es sonst kein Argument - außer dem Geld der Millionäre, die im übrigen mit ihrem Geld machen können was sie wollen - gegen Türkis gibt, geht es uns eh blendend.
Aber hier in diesem Forum kommt außer Schimpfen von den meisten nichts.
Versucht es doch mal mit sachlicher Kritik, man möchte nicht glauben, wie gut das ankommen würde, und es würde auch der Sache im besonderen dienen!!!

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archiv
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Vielleicht zählen Sie einmal auf, was ...

... türkis/blau seit 2017 bis zum Mai 2019 alles so "blendend" für die Menschen in diesem Land geleistet haben?

Bitte Fakten anstatt der ständigen "Nebelgranaten" ....

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Zapfenstreich
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@archiv...

...genaues lesen meines Beitrages würde in diesem Falle sehr helfen.
Ich hab nicht für Türkis die Partei ergriffen, sondern mir fehlt einfach nur sachliche Kritik, über die man dann diskutieren kann oder auch nicht.

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