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Konflikt USA-IranIrans Präsident fordert von USA "ersten Schritt"

Rouhani will Aufhebung aller Sanktionen vor Treffen mit Trump.

Präsident Hassan Rouhani © AP
 

Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat die vom G7-Gipfel ausgehenden Hoffnungen auf ein baldiges Treffen mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump gedämpft. Er stehe grundsätzlich bereit, doch vor einem Treffen solle Trump die Sanktionen gegen den Iran aufheben.

Rouhani forderte die USA auf, im bilateralen Konflikt "den ersten Schritt zu machen". "Der Schritt ist die Rücknahme der Sanktionen", sagte Rouhani in einer am Dienstag vom iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Rede. "Sie müssen alle illegalen, ungerechten und falschen Sanktionen gegen die iranische Nation aufheben." Falls dies passiere, könnte man über weitere positive Entwicklungen reden, sagte Rouhani. "Lediglich ein paar Bilder mit Hassan Rouhani zu machen, das geht nicht."

Vom G7-Gipfel in Biarritz war am Montag ein Zeichen der Entspannung im Streit zwischen Washington und Teheran um das iranische Atom- und Raketenprogramm sowie die iranische Außenpolitik ausgegangen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sah als Gipfel-Gastgeber nach intensiven Beratungen in dem französischen Seebad den Weg für ein Treffen der Präsidenten des Iran und der USA in den kommenden Wochen geebnet. US-Präsident Trump zeigte sich dazu bereit, "wenn die Umstände stimmen".

Der Streit zwischen den USA und dem Iran hatte in den vergangenen Monaten die Furcht vor einem neuen Krieg am Persischen Golf wachsen lassen. Trump hatte das internationale Atomabkommen mit dem Iran im Mai 2018 aufgekündigt. Seit dem Ausstieg verhängte Washington eine Reihe neuer Sanktionen gegen den Iran. Diese sollen die iranische Energie- und Finanzwirtschaft zum Erliegen zu bringen, um Teheran zu weitergehender Abrüstung und zu Zurückhaltung in Bezug auf arabische Staaten zu zwingen. Der Iran antwortete mit einer Erhöhung seiner Urananreicherung. Die europäischen Staaten versuchen, das Atomabkommen noch zu retten. Trump sagte, ein neues, langfristigeres Abkommen mit dem Iran müsse auch ballistische Raketen betreffen. Er bietet Teheran im Gegenzug ein Ende der Strafmaßnahmen und damit die Chance auf wirtschaftliche Entwicklung an.

Kommentare (1)

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Imandazu
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Bei aller berechtigten Trump-Kritik muss auch gesagt werden,

dass das klerikale Regime im“Gottesstaat“ für frei denkende Menschen die Hölle ist. Das sollten wir nicht vergessen, bevor wir nach der Schwarz-weiß-Methode zu Ajatollah-Verstehern werden, nur weil es gegen Trump zu geht. So lange Leute wie der Schriftsteller Salman Rushdie von diesem Klerikalregime weltweit mit Ermordung bedroht wird, kann es mit diesen Religionsfaschisten keine Gemeinsamkeiten geben.

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