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Neue ÄraJapan hat neuen Kaiser: Naruhito bestieg Chrysanthementhron

Japans neuer Kaiser Naruhito hat den Chrysanthemen-Thron bestiegen und damit eine neue Ära für sein Land eingeläutet.

Japan hat neuen Kaiser: Naruhito bestieg Chrysanthementhron
Japan hat neuen Kaiser: Naruhito bestieg Chrysanthementhron © AP
 

 Der 59-Jährige Naruhito trat am Mittwoch die Nachfolge seines Vaters Akihito an, der nach 30-jähriger Regentschaft um Mitternacht formal abdankte. Bei einer feierlichen Einführungszeremonie erhielt Naruhito die kaiserlichen Insignien.

Japans neuer Kaiser Naruhito hat den Chrysanthemen-Thron bestiegen und damit eine neue Ära für sein Land eingeläutet. Der 59-Jährige trat am Mittwoch die Nachfolge seines Vaters Akihito an, der nach 30-jähriger Regentschaft um Mitternacht formal abdankte. Bei einer feierlichen Einführungszeremonie erhielt Naruhito die kaiserlichen Insignien.

Kaiser Akihito dankt ab: In Japan geht Ära zu Ende

Eine Ära geht zu Ende, ein Volk scheint bewegt: Japans Kaiser Akihito hat offiziell abgedankt.

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Im Rahmen einer streng geregelten Zeremonienabfolge wurde das Kaisertum im fernöstlichen Land in eine neue Epoche geführt.

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Während einer kurzen Rede erklärte der 85-Jährige schließlich seinen Thronverzicht.

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Formell blieb er aber noch bis Mitternacht (Ortszeit) Kaiser.

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Die Abdankung fand im Matsu-no-Ma, einer 370-Quadratmeter großen Halle im Kaiserpalast, statt.

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Nach der Abdankung ging die Herrschaft des Tenno, wie der Kaiser in Japan genannt wird, offiziell an Akihitos 59-jährigen Sohn Naruhito über.

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Die Thron-Übergabe ist gesellschaftspolitisch von einiger Bedeutung.

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Der künftiger Tenno will seine Frau Masako vor dem Druck des Palastes bewahren. Naruhito heiratete die drei Jahre jüngere Masako 1993. Sie stammt aus einer Diplomatenfamilie und hat an den Elite-Unis Harvard und Oxford studiert.

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Weil in Japan nur Männer den Thron besteigen dürfen, war der Druck auf sie enorm, einen Thronfolger zu gebären.

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2001 brachte Masako eine Tochter zur Welt, und Aiko blieb das einzige Kind des Paares.

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Die Lage entspannte sich erst etwas, als Masakos Schwägerin 2006 einen Buben, Prinz Hisahito, bekam.

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Nach "Heisei", was mit "Frieden schaffen" übersetzt werden kann, gilt nun "Reiwa", die Ära der "schönen Harmonie".

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Dass der künftige Kaiser Naruhito sich dem Zwang des Palasts nicht genauso unterwerfen wird wie seine Vorgänger, zeichnete sich schon in seiner Kindheit ab.

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Er ist der erste japanische Kaiser, der im Kreise seiner Familie aufwuchs und nicht von Gouvernanten und Hauslehrern erzogen wurde.

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Nun geht es darum, die strikten Regeln der uralten japanischen Monarchie mit der Lebenswirklichkeit seines Volks und den Bedürfnissen seiner psychisch angeschlagenen Frau Masako in Einklang zu bringen.

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Laut der japanischen Nachkriegsverfassung hat der Kaiser keine politische Macht, sondern ist nur ein Symbol der Einheit der Nation. Diese Demonstranten sind gegen die Monarchie generell.

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Throninsignien

Beamte des Haushofamtes überreichten dem Monarchen zwei der Throninsignien: ein Schwert sowie ein Juwel, das das Kaiserhaus der Legende nach von der Sonnengöttin Amaterasu Omikami erhalten hat. Den Mythen nach sind die japanischen Kaiser unmittelbare Nachfahren von Amaterasu.

Die Beamten legten die Gegenstände auf zwei niedrige Holztische vor dem Kaiser. Auch das Amtssiegel und das persönliche Siegel wurden vor ihm niedergelegt. Parallel dazu teilte ein Hauptritualist im Namen des Kaisers dem Spiegel - der dritten Insignie als Vertretung der Gottheit - mit, dass der Kaiser die Insignien entgegennimmt.

Thronwechsel: Die Lebensstationen von Japans neuem Kaiser Naruhito

Naruhito als Fünfjähriger im Togu-Palast.

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Naruhito und Masako in japanischen Hochzeitskostümen im Jahr 1993

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Der zwei Monate alte Naruhito anno 1960

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Naruhito mit Studienkollegen am Merto College in Oxford, England anno 1983

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Geigespieler Naruhito in Tokio anno 2013

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Naruhito während des Welt-Wasser-Forums in Mexiko im Jahr 2006

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Naruhito mit seinem Vater Akihito

APA/AFP/TOSHIFUMI KITAMURA
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Anschauen verboten

Niemand, selbst der Kaiser nicht, darf dabei einen Blick auf die Kleinodien werfen, die sich in Schutzhüllen befinden. Ihr Inhalt gilt dazu als zu heilig. Die schlichte Zeremonie dauerte lediglich zehn Minuten. Anschließend wird Naruhito bei einer weiteren Zeremonie seine erste Ansprache vor Vertretern des Staates und Mitgliedern der Kaiserfamilie halten. Auch dies wird nur etwa zehn Minuten dauern.

Der emeritierte Kaiser Akihito - so die nunmehrige Bezeichnung für den Ex-Tenno - war der erste Kaiser der ältesten Erbmonarchie der Welt seit rund 200 Jahren, der zu Lebzeiten den Thron für seinen Nachfolger freimachte. Nun ist sein ältester Sohn das neue "Symbol des Staates und der Einheit der Nation". Auf diese Rolle ist ein japanischer Monarch laut der pazifistischen Nachkriegsverfassung beschränkt. Zu politischen Fragen darf sich der Kaiser nicht äußern.

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