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Gastgeschenk verschwundenMon dieu! Wo ist Macrons Baum?

Die Staatsoberhäupter Trump und Macron griffen eigenhändig zu Schaufeln und setzen ein französisches Gastgeschenk im Garten des Weißen Hauses ein. Nun ist der Baum des Ami aus Paris verschwunden - ein böses Omen?

Donald Trump, Emmanuel Macron, Melania Trump, Brigitte Macron
Donald Trump und Emmanuel Macron als Hobbygärtner, flankiert von ihren Gattinnen © (c) AP (Andrew Harnik)
 

Es war ein Staatsbesuch, der das Herz wärmte - zumindest jenes des in der internationalen Gunst nicht ganz oben stehenden US-Präsidenten Donald Trump. Frankreichs Staatsoberhaupt Emmanuel Macron weilte drei Tage in Washington und siedelte seinen Besuch zwischen Diplomatie, Glamour und dem einen oder anderen recht direkten Wort an. Am Ende hatte man den Eindruck: "Mon ami" Donald. Eine Männerfreundschaft auf höchster Ebene, für die man gar das Wort "fantastisch" fand.

Baum mit Symbolwert

Im Rahmen der Visite galt es, gewichtige Themen durchzuackern: Exportüberschuss, Verteidigungsausgaben, Syrien-Krieg, Strafzölle, Atomabkommen und dergleichen mehr. Eine Rolle spielte freilich auch ein noch etwas schmaler Baum, den Macron aus Europa mitbrachte. Der Eichensetzling aus Belleau Wood, einem Schlachtfeld im 1. Weltkrieg, wurde im Garten des Weißen Hauses von den zwei Staatsoberhäuptern eingesetzt. Dafür ging man medienwirksam in die Knie (nur körperlich gemeint, natürlich)  - und griff eigenhändig zu fabriksneuen Schaufeln, während im Hintergrund noch der präsidiale Hubschrauber am Rasen parkte. Die Gattinnen Melania und Brigitte überwachten in High Heels den Fortschritt der Arbeiten. Symbolwert: wesentlich höher als der Baum!

Im mittleren unteren Bildausschnitt: Wo der gelbliche Fleck ist, war einmal der Baum
Im mittleren unteren Bildausschnitt: Wo der gelbliche Fleck ist, war einmal der Baum Foto © (c) AP (Carolyn Kaster)

Nun, nur wenige Tage nach den ergreifenden Momenten, ist eben dieser Baum wieder weg. Plötzlich verschwunden. Ein gelblicher Flecken Gras ist alles, was blieb. Beobachter rätseln, was passiert sein könnte: Hat der wohl nicht als besonnenster aller US-Präsidenten in die Geschichte Eingehende das Geschenk aus Frankreich in einer Twitter-Pause aus unbekannten Gründen gar wieder umgeholzt? Making America's Rasen great again? Starb er einen raschen natürlichen Tod - was eine üble Sympolik für die transatlantischen Beziehungen bedeuten würde? Eine offizielle Erklärung des Weißen Hauses gab es nicht, dort schüttet man eher Erde über die mysteriöse Angelegenheit.

Schnell kursierten mögliche Erklärungen verschiedener Absurditätsstufen im Internet. Am schlüssigsten dürfte jene von Botschafter Gérard Araud sein: "Er ist in Quarantäne, was für jeden in die USA importierten lebenden Organismus verpflichtend ist", schrieb er im Kurzbotschaftendienst Twitter. Und: "Er wird später wieder eingepflanzt." Am Montag bestätigte die französische Botschaft offiziell, der Baum befinde sich in Quarantäne. Es gehe um Krankheiten und Parasiten, die nicht in die Vereinigten Staaten eingeschleppt werden sollen. Offenbar muss es sauber zugehen in Washington: Trump hatte ja auch Schuppen von Macrons Anzug-Revers weggewischt. Sein Gast müsse "perfekt aussehen."

Kommentare (1)

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Irgendeiner
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Naja, da haben die Krankheiten und Parasiten sicher

auf dem Baum gewartet bis sie in Quarantäne waren,ich mein, die da drüben ham Atomwaffen und ich Angst.

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