Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Blauhelm-AffäreGolan-Drama: "Befehl lautete: Nicht einmischen"

Der Tod der neun Syrer vor den Augen österreichischer UNO-Soldaten war dem Sicherheitsrat seit November 2012 bekannt. Der damalige indische Kommandant gilt als umstritten. Sonderkommission nahm bereits Arbeit auf.

© © (c) UN Photo/Wolfgang GREBIEN
 

Nach Bekanntwerden des dramatischen Vorfalls um österreichische UNO-Soldaten auf dem Golan meldete sich nun ein Kamerad der Betroffenen zu Wort, berichten die "Salzburger Nachrichten". "Sie haben zu 100 Prozent korrekt gemäß unserem Auftrag gehandelt", sagt Markus H. den SN. "Die Sprüche auf dem Video sind derbe und nicht korrekt, aber man muss bedenken, die Sprüche stammen von jungen Burschen, die unter Stress stehen." Er nimmt seine Kameraden in Schutz.

Die Soldaten hätten nur auf Befehl gehandelt und der war eindeutig. "Das haben mir die Kameraden nachher noch erzählt. Der Befehl lautete: nicht einmischen." Schließlich hätten sich die Österreicher auf den Golanhöhen neutral verhalten müssen.

H. war Teil der Kompanie, der auch die Soldaten angehörten, die den Hinterhalt geduldet und gefilmt haben sollen - so der Verdacht. "Das Video ist echt und trotzdem läuft in der Diskussion darüber vieles im Moment falsch", erklärt der ehemalige Soldat H.

Laufend neue Details

In der vom "Falter" aufgedeckten Affäre um offenbar von österreichischen Blauhelmen in den Tod geschickte Syrer werden nun laufend neue Details bekannt. Der Trupp der Österreicher stand damals unter dem Kommando des indischen Generals Iqbal Singh Singha, der zwei Jahre später wegen eines Konflikts mit philippinischen UNO-Soldaten ins Kreuzfeuer der Kritik geraten ist.

Der Inder hatte im Juli 2012 das Kommando vom Filipino Natalio Ecarma übernommen. Drei Monate später ereignete sich im Bereich der österreichischen Blauhelme jener folgenschwerer Zwischenfall, der auf nun veröffentlichten Videoaufnahmen zu sehen ist. Die Österreicher beobachteten zunächst die Errichtung eines Hinterhalts und ließen dann syrische Geheimpolizisten ohne Vorwarnung in den sicheren Tod fahren. Der Vorfall wurde damals von der UNO-Mission als Auseinandersetzung zwischen Syrern und "bewaffneten Mitgliedern der Opposition" qualifiziert.

Bereits am Samstag nahm eine Untersuchungskommission des Verteidigungsministeriums ihre Arbeit auf. Dies teilte Ministeriumssprecher Michael Bauer auf Twitter mit. "Als erster Schritt werden alle Meldungen, Befehle, Gesetze und Vorschriften, die für die Klärung relevant sein könnten, gesammelt, gesichtet und ausgewertet", schrieb Bauer. "Die UN werden von uns zur Mitarbeit eingeladen."

Laut Bauer besteht die Kommission aus vier Mitglieder, darunter seien zwei Völkerrechtsexperten: Brigadier Karl Edlinger und der Linzer Völkerrechtler Sigmar Stadlmaier. Die Kommission könne "jederzeit personell vergrößert werden".

"Verstörendes Video"

 Auch die Vereinten Nationen werden jetzt aktiv. "Die UNO erwartet von ihren Blauhelmen, dass sie zu aller Zeit die höchsten professionellen und ethischen Standards zeigen und befolgen", sagte ein UNO-Sprecher in New York auf APA-Anfrage. Er sprach von einem "verstörenden Video".

"Wir werden dieser Frage aktiv in Zusammenarbeit mit den österreichischen Behörden nachgehen", betonte der Sprecher der UNO-Friedenssicherungskräfte. Man habe das Video "online über öffentlich zugängliche Quellen" gesehen, sagte er.

Vorfall war bekannt

Der Tod von neun Syrern war dem UNO-Sicherheitsrat seit Ende November 2012 bekannt. "Am 29. September 2012 berichtete UNDOF, dass sie sahen, wie neun syrische Sicherheitskräfte von 13 bewaffneten Männern der Opposition in der Pufferzone getötet wurden, in der Nähe der UNO Position Hermon Süd im Gebiet Mount Hermon", heißt es in einer der APA übermittelten schriftlichen Stellungnahme. Der UNO-Sicherheitsrat sei damals von dem Vorfall informiert worden, und er sei auch "öffentlich im Bericht des UNO-Generalsekretärs vom 30. September 2012 berichtet worden".

Der Sprecher äußerte sich nicht zur Frage, ob die Blauhelme durch UNO-Regeln an einem Einschreiten gehindert waren. Die Friedenstruppen sind zu Zurückhaltung angehalten und dürfen Waffen nur zur Selbstverteidigung einsetzen. Allerdings betonte der Wiener Völkerrechtler Manfred Nowak gegenüber der APA, dass die gebotene Neutralität nur zwischen den Konfliktparteien - in diesem Fall Israel und Syrien - gelte. Die Blauhelme hätten "die Pflicht gehabt, die Syrer zu warnen". Schlimmstenfalls könnte den UNO-Soldaten eine Anklage wegen Beihilfe zum Mord drohen, weil sie den Syrern "wider besseres Wissen eine falsche Auskunft gegeben" hätten.

"Des is a Himmelfahrtskommando"

Das Video wurde offenbar von den Blauhelmen selbst angefertigt. Die Kommentare der österreichischen Soldaten aus dem Off lassen darauf schließen, dass den Blauhelmen bewusst gewesen sein dürfte, in welche tödliche Falle die syrischen Polizisten tappen. "Des is a Himmelfahrtskommando", sagt einer der Augenzeugen.

Zunächst ist auf dem Video zu sehen, wie Schmuggler im felsigen Gebiet einen Hinterhalt aufbauen. Laut "Falter" taucht etwa eine Stunde später ein weißer Toyota mit syrischen Geheimpolizisten auf der Ladefläche auf, der den österreichischen Wachposten passieren muss. Die Syrer seien ausgestiegen und hätten mit den Österreichern gesprochen, doch hätten diese sie vorbeigewunken. "Normal musst das de Hund sagen", ist einer der Blauhelme zu hören. Begründung: "Wenn da aner überbleibt, kummt er umma und schießt uns ab."

Generalsekretär empfahl Verlängerung

Der damalige UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hatte den Vorfall vom November 2012 in seinem halbjährlichen Bericht zu den Aktivitäten der Golan-Mission UNDOF mit einem eigenen Punkt erwähnt. Der Vorfall wird in dem Bericht in den Kontext des syrischen Bürgerkriegs gestellt. So heißt es, dass der Waffenstillstand zwischen Israel und Syrien "im Großen und Ganzen gewahrt wurde", die syrischen Kräfte aber ihre Aktivitäten in dem Gebiet ausgedehnt und es zu "zahlreichen Zusammenstößen (...) mit bewaffneten Mitgliedern der Opposition in mehreren Dörfern innerhalb der entmilitarisierten Zone gekommen ist".

Dem Vorfall wird ein eigener Absatz (Punkt 6) gewidmet: "Am 29. September sah UNDOF, wie neun syrische Sicherheitskräfte durch 13 bewaffnete Mitglieder der Opposition aus einem Hinterhalt in der Pufferzone getötet wurden, in der Nähe der UNO-Position Hermon South im Gebiet Mount Hermon."

In dem Bericht empfiehlt Ban eine Verlängerung der UNO-Mission um weitere sechs Monate und dankte den Kommandanten sowie dem militärischen und zivilen Personal der Mission für ihr Engagement. Im August 2012 - während der Berichtsperiode - war der Inder Iqbal Singha dem Filipino Natalio Ecarma als UNDOF-Kommandant nachgefolgt. "Ich habe volles Vertrauen, dass UNDOF ihre Mission unter der Führung von General Singha wirksam fortsetzen wird", betonte der UNO-Generalsekretär. "Ich würde bei dieser Gelegenheit gerne meine Wertschätzung für jene Regierungen ausdrücken, die Truppen für UNDOF (...) stellen." Österreich war zu diesem Zeitpunkt größter Truppensteller und als einziges Land seit Anbeginn der Mission im Jahr 1974 dabei.

Vergeltung für Esel

Florian Klenk, Chefredakteur des Falter, hat auf Facebook eine interne Meldung zu dem Einsatz online gestellt. Demnach wollten die Schmuggler Vergeltung für einen toten Esel üben:

Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) setzte kurz nach der Veröffentlichung des Videos eine Untersuchungskommission ein. "Ich möchte so schnell wie möglich wissen, was im September 2012 tatsächlich passiert ist. Die Vorfälle werden lückenlos und minutiös aufgeklärt werden", teilte er in einer Aussendung mit. Die Untersuchung "muss bis Ende Mai abgeschlossen sein".

Der Vorfall sei "in dieser Dimension" erst durch die der Wochenzeitung zugespielten Fotos und Videos bekannt geworden, heißt es. Die Kommission werde prüfen, ob gegen die Einsatzregeln verstoßen worden sei und Straftatbestände verwirklicht worden seien. Bei Bedarf werde den betroffenen Soldaten Rechtshilfe angeboten.

UNDOF-Mission

Auf den Golan-Höhen sorgt seit dem Jahr 1974 eine Truppe von Blauhelm-Soldaten für die Einhaltung des Waffenstillstandes zwischen Israel und Syrien, indem eine Pufferzone beaufsichtigt wird.

Die UNO-Soldaten sind zu strikter Zurückhaltung verpflichtet und dürfen etwa ihre Waffen nur zur Selbstverteidigung einsetzen

Österreich zog 2013 aufgrund der angespannten Lage in Syrien sein Kontingent vom Golan ab. Der überstürzte Rückzug ist bis heute umstritten.

Die Fragen, die nun zu klären sind: Haben die Soldaten die syrischen Polizisten auf ihre Beobachtung hingewiesen? Und hätten sie das Verbrechen verhindern können - oder war es ihnen aufgrund ihres Mandats gar nicht erlaubt, einzugreifen?

Beihilfe zum Mord

Schlimmstenfalls könnten die Blauhelme wegen Beihilfe zum Mord belangt werden, sagte der Völkerrechtler Manfred Nowak am Freitag zur APA. "Sie hätten die Pflicht gehabt, die Syrer zu warnen." Stattdessen hätten die Blauhelme den syrischen Polizisten, die von sich aus stehen geblieben seien und nachgefragt hätten, "wider besseres Wissen eine falsche Auskunft gegeben". Dies habe dazu geführt, dass sie in den Hinterhalt gefahren seien. Nowak verwies zudem auf Berichte, dass die UNO-Soldaten vorher Kontakt mit den Kriminellen gehabt und ihnen auch Wasser gegeben hätten. "Sie waren nicht neutral. Sie haben der einen Seite Rückendeckung gegeben", folgerte der Wiener Universitätsprofessor.

Dass die Blauhelme nach syrischem Recht belangt werden können, glaube er nicht, sagte Nowak auf eine entsprechende Frage. Der Vorfall habe sich nämlich in der entmilitarisierten Zone zugetragen. Allerdings komme das österreichische Strafrecht zum Tragen.

Darabos: "Nichts gewusst"

Ex-Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) hatte keine Kenntnis von dem Vorfall mit neun toten Syrern auf dem Golan, der sich während seiner Amtszeit im Jahr 2012 zugetragen hat. "Ich bin in Kenntnis gesetzt worden vom ORF-Teletext", sagte Darabos am Freitagnachmittag der APA mit Blick auf die aktuellen Medienberichte. "An mich als Minister ist so ein Vorfall nie herangetragen worden."

Darabos wies darauf hin, dass er damals selbstverständlich eingeschritten wäre. "Es sind in mehreren Fällen, wo es um kleinere Geschichten gegangen ist, die Leute sofort repatriiert worden", sagte der langjährige Verteidigungsminister (2006-13). Sollten sich die Vorwürfe erhärten, sei er dafür, die Betroffenen aus dem Bundesheer zu werfen. Verwundert zeigte sich der burgenländische Soziallandesrat, dass das Video mehrere Jahre nach dem Vorfall bekannt geworden sei. Er hatte jüngst scharfe Kritik an Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wegen des "Drüberfahrens" beim Thema Mindestsicherung geübt.

Auf die Frage nach dem im Juni 2013 verkündeten Abzug der österreichischen Blauhelme vom Golan sagte Darabos, er schließe "für mich" einen Zusammenhang mit dem Vorfall aus. "Ich hätte es nicht gemacht", distanzierte er sich von der unter seinem Nachfolger Gerald Klug (SPÖ) verkündeten Entscheidung.

Nicht ausschließen wollte Darabos, dass die österreichischen Blauhelme besondere Kontakte mit den Schmugglern gehabt haben könnten, in deren Hinterhalt die syrischen Polizisten gefahren seien. "Das könnte so sein", sagte der SPÖ-Politiker. Bei seinen Besuchen auf dem Golan habe er nichts davon gemerkt, aber solche Dinge werde man dem Minister kaum erzählen.

Die Mission am Golan sei "einer der renommiertesten Einsatze des Bundesheeres gewesen", sagte Darabos. Der nun bekannt gewordene Vorfall "ist nicht ein Ruhmesblatt". Man dürfe sich aber die jahrzehntelange gute Arbeit nicht durch "Einzelpersonen" zerstören lassen. "Ich hoffe, dass die Reputation nicht unter diesem Einzelfall leidet", sagte der frühere SPÖ-Minister.

  Damaliger indischer UNO-Kommandant umstritten

Der folgenschwere Vorfall mit österreichischen Blauhelmen am Golan hat sich unter dem Kommando des indischen Generals Iqbal Singh Singha ereignet, der zwei Jahre später wegen eines Konflikts mit philippinischen UNO-Soldaten ins Kreuzfeuer der Kritik geraten ist. Diese hatten nämlich im August 2014 einen Befehl Singhas missachtet, sich syrischen Rebellen beim Grenzposten Quneitra zu ergeben.

Wie die indische Zeitung "The Telegraph" damals berichtete, seien die philippinischen UNO-Soldaten in Panik geraten, weil zuvor über 40 Blauhelme aus Fidschi von Kämpfern der syrischen Al-Nusra-Front als Geiseln genommen worden waren. Die Filipinos widersetzten sich daher dem Befehl des indischen Kommandanten, gegenüber den heranstürmenden Rebellen die Waffen niederzulegen. Stattdessen lieferten sie sich mehrstündige Gefechte mit den Rebellen und flohen in Richtung Israel, indem sie einen Grenzzaun durchschnitten.

Singha warf den philippinischen UNO-Soldaten vor, mit ihrem Vorgehen das Leben von Blauhelmen gefährdet zu haben. Sie hätten sich "undiszipliniert" und "ungehorsam" verhalten und seien "in Panik verfallen", berichtete er der New Yorker UNO-Zentrale. Mit ihrem Vorgehen hätten sie auch die Bemühungen konterkariert, die festgehaltenen Blauhelme aus Fidschi freizubekommen. Singha hatte sich zuvor zuversichtlich gezeigt, ihre Freilassung zu erwirken. Schließlich sei ihm das zuvor schon vier Mal gelungen, schrieb die Zeitung. Tatsächlich wurden sie dann im September freigelassen.

Der Inder hatte im Juli 2012 das Kommando vom Filipino Natalio Ecarma übernommen. Drei Monate später ereignete sich im Bereich der österreichischen Blauhelme ein folgenschwerer Zwischenfall. Diese beobachteten zunächst die Errichtung eines Hinterhalts und ließen dann syrische Geheimpolizisten ohne Vorwarnung in den sicheren Tod fahren, wie ein am Freitag veröffentlichtes Video zeigte. Der Vorfall wurde damals von der UNO-Mission als Auseinandersetzung zwischen Syrern und "bewaffneten Mitgliedern der Opposition" qualifiziert.

Kommentare (51)
Kommentieren
Sepp57
2
8
Lesenswert?

Es sollte halt

auch immer mindestens einer dabei sein, der denken kann . . .

boolean
5
7
Lesenswert?

Tagwache!

dieser schreckliche vorfall gehört natürlich restlos aufgeklärt, aber man darf nicht vergessen, dass es sich bei den beteiligten um "bundesheerler" handelt. bei solchen einsätzen (und bei unserem heer) sind nicht die geistige/moralische elite oder raketenwissenschafter am werk, sondern eben unsere "bundesheerler". wenn ich an meinen präsenzdienst zurückdenke, wundert es mich nicht. wir brauchen profis und nicht bewaffnete pfosten.

checker43
0
2
Lesenswert?

Auch

bei einem Berufsheer wären das dieselben Personen. Da wurden keine Rekruten runtergeschickt, sondern Berufssoldaten.

HPIK1RXCA6MZ63IL
3
8
Lesenswert?

Vollkommen unsinniges Mandat!

Dort angstschlotternd herumsitzen und ausschliesslich nur sich selbst schützend, aber relativ fürstlich entlohnt werden - zynischer kann ein Militärauftritt wohl nicht sein. Nach Hause mit denen!!

1218925BARO
0
8
Lesenswert?

Golem Drama

Ich war 1974 auf Hermon in 2500m auch im Winter stationiert. Teilweise waren noch kleine Gefechte zwischen Israel und Syrien und wir in der Mitte. Schmuggler waren auch damals nach Lybanon unterwegs. Befehl lautete ziehen lassen, keine militärische Aktion. Auch ich hatte Muffensausen in der Nacht zu Patrouillieren .

Irgendeiner
10
4
Lesenswert?

Ach,noch etwas,

ich lasse die Beurteilung des Ganzen den zuständigen Stellen,ich war nicht dabei und das Bild ist erst vollständig wenn alle gehört wurden,aber das grundsätzliche Problem ist wohl , daß da Menschen starben weil andere es nicht verhinderten die dazu in der Lage gewesen wären,aber Be- und Entlastungsgründe sollen Kundigere vortragen.Das Erfreuliche ist die allgemeine moralische Entrüstung die das auslöst,dieses tiefe zivilisatorische Unrechtsbewußtsein,dieses Hochhalten des Wertes des Lebens jedes Menschen.Ich hab mal geträumt da wären Menschen ertrunken und mit ihnen Kinder und andere hätten die öffentlich zu Verbrechern gestempelt,weil sie ihre Kinder gefährdet hätten durch Flucht um ihr Leben, während sie jenen, die die Familie daheim sicher unterzubringen vermochten und das Risiko allein auf sich nahmen im nächsten Atemzug unterstellten, die hätten ihre Familie im Stich gelassen,so ein richtiger schöner klassischer Doublebind aus dem einer nicht raus kann und dann habens das Rennen um Leben noch in ein Rennen um Geld umgelogen.Weil Ihnen das Sterben von Menschen eine entite negligable war.War ein sehr intensiver Traum,ich hab das fast schon für die Realität gehalten, so alte Köpfe funktionieren halt nicht mehr immer richtig, aber jetzt weiß ich, das kann nicht passiert sein, es war ein Traum, das würde nie vorkommen hier in der Zivilisation,nicht wahr.

Irgendeiner
5
1
Lesenswert?

Addendum:Drei schon lassen einen alten Mann

nicht träumen,man lacht.Hatte ich schon erwähnt, daß ich sehr nachtragend bin vor allem wenns um Dritte geht die sich nicht wehren können,aber vielleicht findet sich einer der den fiesen Alten aufklärt, ich warte geduldig,die hatte ich immer schon.

Play68
4
4
Lesenswert?

Mr. Nobody

die Beurteilung des Ganzen den zuständigen Stellen überlassen, ich bin ganz deiner Meinung. Aber ich glaube nicht das eine Warnung Tote verhindert hätte.

Irgendeiner
4
4
Lesenswert?

Weißt Du play, ich habe die Jugend weit hinter mir,

ich weiß nicht was ich getan hätte in einem militärischen Verband unter den Rahmenbedingungen noch dazu als recht Unreifer,ich kann Dir nichtmal garantieren daß ich mich hinkünftig nicht fehlverhalten werde, aber ich kann empirisch feststellen daß ich bis dato wenns um Menschenleben ging, sei es praktisch oder intellektuell immer hingegriffen habe,wurst wie groß ich die Aussichten einschätzte.Manche Dinge bemessen sich weniger am Erfolg als am Versuch.

sabre
11
7
Lesenswert?

Die PCExperten unterwegs

Zum Überleben gehört Antizipationsfähigkeit.
Die neun Geimpolizisten gehörten dem Mukhabarat an. Der seit Jahrzehnten größten
Verbrechertruppe Syriens an. Allein das Verhalten 9 Mann ! auf einem PICKUP zeigt
die Arroganz dieser Leute in Reinkultur. So, die UN Soldaten hätten konkret (also genauePosition des Hinterhalts) gewarnt. Dann
wäre die Sache umgekehrt ausgegangen. Diese Assad Schergen hätten die Rebellen
(keine Schmuggler) liquidiertDer Wind des
Wandels war die Hauptursache für den Zwischenfall-

checker43
1
6
Lesenswert?

Das wäre

die dümmste Verteidigungsstrategie. Die Frage des Staatsanwalts würde lauten: "Nachdem Sie uns damit ihr Tatmotiv auf dem Silbertablett serviert haben, welche Tatsachen waren Ihnen bekannt, dass jeder einzelne dieser neun Polizisten ein Verbrecher war, der den Tod verdient hat?"

sabre
2
1
Lesenswert?

Abzubuchen

unter "keine Ahnung aber eine Meinung"
Entscheiden tun die Richter und nicht der
Staatsanwalt. Es geht um das Überleben meiner
Truppe und nicht um Wortspielchen. Und das
wollte ich ausdrücken.

checker43
0
0
Lesenswert?

Dass

der Richter entscheidet, ist klar. Aber wie soll er entscheiden, wenn ein Soldat als Motiv für die Unterlassung einer Warnung angibt, dass das sicher Verbrecher waren, die eh den Tod verdient haben? Der Staatsanwalt blattelt einen da nach Strich und Faden auf und der Richter wird das nicht unberücksichtigt lassen können.

Patriot
7
11
Lesenswert?

Wenn das stimmt und das werden die nächsten Wochen zeigen,

dann gehören jene, die den Befehl, diese Menschen nicht zu warnen, gegeben haben vor Gericht und der Ruf der österreichischen (UNO-) Soldaten ist vollends zerstört!

cult
15
13
Lesenswert?

beschämend

es ist beschämend wie hier vor den pc geurteilt wird -- es ist ein Zeugnis, dass ihr keine Ahnung habt wie man sich in Kriesengebieten zu verhalten hat und was es bedeutet Befehle auszuführen. Eure Kommentare sind an Inobjetivität nicht zu überbieten. Zudem sagt keiner was über das Kommentar des Soldaten -- ich habs ihnen eh gesagt. Ich versteh auch warum -- dann könnt ihr euch nicht mehr aufregen. --- Schreibtischtäter

UHBP
12
2
Lesenswert?

@cult

Kleine Umfrage:
Fiktive Annahme: Ein Polizist sagt dir, dass du mit Sicherheit, wenn du weiter gehst, erschossen wirst!
Wer weitergeht: Daumen hoch.
Wer umkehrt: Daumen runter

cult
6
3
Lesenswert?

wohnzimmer

das Problem ist, dass ihr alles vom Wohnzimmer aus bewertet und keine Ahnung habt wie menschen und insbesondere Polizisten und Soldaten in Krisengebieten ticken und auch ticken müssen. Ein österreichischer Polizist würde umkehren - ganz klar einer im Krisengebiet führt seinen Auftrag weiter aus. Eigeninitiativen würden das große Ganze gefährden -- aber von dem versteht ihr Sonnenanbeter nichts.
Diese Sicherheitsdenken spiegelt unsere ganze arme Wohlstandsgesellschaft wieder -- da kannst nach einem Unfall am Straßenrand verrecken und erst jeder zehnte hilft - weil den ersten neun ist es wichtiger Fotos zu machen und sich über die anderen den Mund zu zerreißen -- aber selbst etwas tun - nein - man könnte ja was falsch machen und wirkliche Verantwortung zeigen müssen -- das ist leider kein e Eigenschaft die Österreicher auszeichnet

UHBP
1
6
Lesenswert?

@cult

"Das Große Ganze - Wunderbar!"
Nur wer ein bisschen mitdenkt merkt, dass immer die Kleinen draufzahlen und die Großen es sich gut gehen lassen, auch in Kriegsgebieten.
Aber spiel du lieber Lemming.
PS: was war noch schnell das große Ganze bei der Schlacht um Stalingrad?

voit60
5
9
Lesenswert?

Gibt's solche Befehle

Der Hund net zu warnen. Dann sollte der Befehlsgeber verurteilt werden

mankale
11
21
Lesenswert?

diese handlung wird als die erbärmlichste handlung

des österreichischen bundesheeres in die geschichte eingehen.
es werden jahrelange prozesse folgen.
gleich wie bei den holländern, die dem mord an den bosniern zugesehen haben.

Irgendeiner
9
22
Lesenswert?

Also Herr Nowak, übrigens ein exellenter Kenner der österr. Bundesverfassung

im Gegensatz zur Regierung, ist mir immer wieder ein Lichtblick im Geschwafel.Und da auf die Beteiligten wohl ohnehin ein Prozedere zukommt sollte man dem nicht vorgreifen, weil das et altera pars noch nicht erfüllt ist.Und passieren hätte es nicht dürfen und ich hoffe, ich hätte es nicht gekonnt.

lieschenmueller
1
18
Lesenswert?

"ich HOFFE, ich hätte es nicht gekonnt"

Endlich jemand, der sich nicht 100prozentig sicher ist, daheim vor dem Computer.

Irgendeiner
5
16
Lesenswert?

Ja, wissen sie Werteste,

ich bin aus guten Gründen Misanthrop,weil ich weiß wozu wir alle unter den richtigen Rahmenbedingungen fähig sind,ist mir schon vor Jahrzehnten aufgegangen als ich das erste Mal den alten Milgram las,wo im Prinzip über 90 Prozent bereit sind einen anderen Menschen zu gefährden nur auf die blödsinnige Autorität eines weißen Kittels hin,dort kann ich nicht sicher sein was ich tue und es gibt schwierigere Sitationen als einem Leiter eines Experiments an dem man freiwillig teilnimmt Nein zu sagen.Sich selbst zu mißtrauen ist der einzige Schritt der bleibt, Garantie ist das auch keine.

autobahn1
23
19
Lesenswert?

alle

anklagen,denn das war Beihilfe zum Mord!!

voit60
25
21
Lesenswert?

diese Söldnertruppe,

die auch noch sehr gut dafür entlohnt wird, ist eine Schande für das österreichische Bundesheer.

voit60
6
21
Lesenswert?

das anonyme Video zeigt davon,

dass einer der Beteiligten mit seiner Mitschuld nicht mehr leben will.

 
Kommentare 1-26 von 51