Donald Trump, der seine Armee trotz auch in den USA laut gewordener Kritik weiter den Iran bombardieren lässt, ohne dass ein schlüssiges Ziel erkennbar wäre, spricht von der „Übernahme“ Kubas. Die Chancen stehen gut: Auf der 11-Millionen-Einwohner-Insel ist das nationale Stromnetz bereits seit Montag „vollständig zusammengebrochen“, das US-Ölembargo lässt Kuba kollabieren.
„Ich kann mit Kuba alles machen, was ich will“, tönte der US-Präsident nun vor Journalisten: Der nächste Stopp nach Venezuela und der Golfregion – Grönland weiter im Visier. Daran, dass Steinzeitkommunismus Kubas Bevölkerung seit bald sieben Jahrzehnten darben lässt, besteht kein Zweifel. Sympathien für das dortige Regime wären verfehlt.
Außer Zweifel steht auch, dass etabliertes Völkerrecht für Trump nicht zählt: die Welt als chaotisches Risiko-Spielfeld, Politik als autokratischer Machtdauerrausch ohne Impulskontrolle. Im Iran wie auf Kuba die bange Frage: Wohin geht es am Ende für das Volk?