Gefragt war eine einheitliche Lösung, denn das Problem ist in ganz Europa dasselbe: Kinder und Jugendliche können über Handy, Tablet oder PC ohne Probleme auf Internetseiten gelangen, deren Inhalt nur für Erwachsene gedacht ist. Ein oder zwei Bestätigungsklicks genügen meist, und schon ist man auf Seiten mit pornografischen oder Gewalt zeigenden Inhalten. „Kinder verdienen eine sichere digitale Kindheit. Ohne angemessene Altersüberprüfung können wir Kinder nicht online schützen“, drückt es die dänische Digitalministerin Caroline Stage Olsen im Namen des aktuellen EU-Ratsvorsitzes aus. Olsen verglich die Online-Welt mit der Situation vor einem Nachtclub: Es sei schwer vorstellbar, dass Kinder in einen Club kämen, indem sie einfach behaupteten, dass sie alt genug seien, sagte die Politikerin vor Journalisten. „Kein Türsteher, keine Ausweiskontrolle, nur ein einfaches ,Ja, ich bin über 18 Jahre alt‘“. Genau das sei online seit Jahren der Fall.