Der Umgang mit Israel, generell mit den Konfliktherden im Nahen Osten, erforderte immer schon hohes diplomatisches Geschick. So geriet der frühere EU-Außenbeauftragte Josep Borrell immer wieder unter Beschuss, weil er sich zu sehr auf die Seite der Palästinenser geschlagen habe. Die EU unterstützt diese zwar seit Langem durch Hilfslieferungen, betonte aber immer wieder die guten Beziehungen zu Israel. Nun aber zeichnet sich auch in Brüssel eine Zeitenwende ab. Ratspräsident António Costa, so wie Borrell ein Portugiese, forderte am Rande des EU-UK-Gipfels Anfang der Woche, Israel müsse sein Vorgehen umgehend stoppen. In Einklang mit dem britischen Premier Keir Starmer wurde das israelische Vorgehen im Gazastreifen deutlich kritisiert und die Lage als „inakzeptabel“ bezeichnet. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen trat erneut für die Zweistaatenlösung ein.
EU kritisiert Gaza-Krieg
Das Ende der bedingungslosen Israel-Unterstützung
In den Beziehungen zu Israel zeichnet sich in der EU eine Zeitenwende ab. Die Kritik wird deutlicher und lauter. Mehr als die Hälfte der EU-Länder wendet sich bereits gegen Israels Vorgehen.
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