Der ehemalige Offizier aus Florida, Mike Waltz, war im Weißen Haus laut US-Medien schon länger in Ungnade gefallen. Nun hat US-Präsident Donald Trump offenbar einen Weg gefunden, sich vermeintlich gleich zwei Probleme vom Hals zu schaffen. Er hat Kritikern einen Sündenbock für die Signal-Chat-Affäre geliefert und ist Waltz losgeworden – beziehungsweise hat ihn zum UN-Botschafter-Kandidaten ernannt, was wohl realpolitisch auf das Gleiche rauskommt. Zwar respektierte der US-Präsident Waltz, jedoch sei er mit seiner Arbeit und Personalauswahl nicht sonderlich zufrieden gewesen, heißt es. Der Tropfen, der das Fass wohl zum Überlaufen brachte, war der Skandal um den via Signal-App geführten Gruppenchat hochrangiger Regierungsmitglieder über bevorstehende Angriffe auf die Huthi-Miliz im Jemen. Waltz hatte im März versehentlich den Chefredakteur des US-Magazins „The Atlantic“, Jeffrey Goldberg, zu dem Chat hinzugefügt. Die Affäre bescherte der Regierung höchst unliebsame Schlagzeilen und brachte auch Verteidigungsminister Pete Hegseth zunehmend unter Druck. Das passte Trump gar nicht.