Immer tiefer droht Rumänien in die schwerste politische Krise seit dem blutigen Wendewinter von 1989 zu schlittern. Erste Ergebnisse der Parlamentswahl am Sonntag lagen bei Redaktionsschluss zunächst noch nicht vor. Der Wählerandrang war örtlichen Medien zufolge jedoch ungewohnt groß: Bereits am Vormittag wurde eine deutlich höhere Beteiligung als bei der ersten Runde der Präsidentschaftskür vor einer Woche und bei der schwach frequentierten Parlamentswahl 2020 vermeldet.
Neuauszählung
Machen Rumäniens Verfassungshüter die Wahlen zur Farce?
Analyse.
Am Montag will der Gerichtshof über eine etwaige Annullierung und Neuansetzung der Präsidentschaftswahlen entscheiden. Umstrittene Richterinterventionen vertiefen die Krise im sechstgrößten EU-Staat. Bei der Parlamentswahl dürften extreme Parteien punkten.
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