Die entscheidenden Stunden der US-Wahl hat Kamala Harris in der Howard University verbracht. Die als das „schwarze Harvard“ bekannte Universität schien der passende Ort für die wohl bedeutendste Nacht im Leben der 60-Jährigen, nicht nur, weil Harris dort 1986 selbst ihren Abschluss gemacht hat. Die Vizepräsidentin wollte den möglich scheinenden Sieg in der Mitte jener Wählergruppe feiern, die sie über die Schwelle von 270 Wahlmännerstimmen tragen sollte. Auf den Jungen, mobilisiert von der Abtreibungsdebatte und der Sorge um eine unter Donald Trump zerbröselnde Demokratie, lag eine der großen Hoffnungen der Demokraten.