Der Skandal um den illegalen Zugang auf staatliche Datenbanken in Italien zieht Kreise. Seit rund zwei Jahren ermitteln die Staatsanwaltschaft Mailand sowie die Antimafia-Ermittlungsbehörde gegen ein Netzwerk von Männern, die illegal Informationen aus Datenbanken einholen ließen und diese an Privatleute weiterverkauften. Am Wochenende wurden mehrere Firmen durchsucht. Opfer des Datendiebstahls sind unter anderem Politiker und Unternehmer. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni brandmarkte ein „System der Erpressung“. Außenminister Antonio Tajani sprach von einer „Bedrohung der Demokratie“.