Der fünf Milliarden Euro schwere Nothilfe-Treuhandfonds der EU für Afrika wird nicht gezielt genug eingesetzt, um die Ursachen von Instabilität, irregulärer Migration und Vertreibung auf dem afrikanischen Kontinent zu bekämpfen, heißt es im aktuellen Bericht des Europäischen Rechnungshofs. Schon bei der letzten Prüfung 2018 sei eingefordert worden, den EU-Migrationsfonds für Afrika gezielter einzusetzen und nicht nach dem Gießkannenprinzip vorzugehen, nun sei die Kritik zu erneuern. Zudem werde trotz der Warnungen das Risiko von Menschenrechtsverletzungen nicht ausreichend berücksichtigt. Die Prüfer reisten eigens nach Äthiopien, Gambia, Mauretanien, Libyen und Tunesien.