Eskalation am BalkanDroht Bosnien wirklich ein neuer Krieg?

„Bosnien und Herzegowina sieht sich seiner schwersten existentiellen Bedrohung der Nachkriegsperiode konfrontiert“, heißt es wörtlich im aktuellen UNO-Bericht. Für die Krise macht der neue Hohe Repräsentant für Bosnien und Herzegowina den starken Mann des serbischen Teilstaates verantwortlich, Milorad Dodik.

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Der Innenhof der Gazi Husrev-Beg Moschee in Sarajevo © Stefan Winkler
 

Seit vielen Jahren war es bereits eine von den Medien weitgehend unbeachtete Routine, dass der Hohe Repräsentant der UNO für Bosnien und Herzegowina jedes Halbjahr dem Sicherheitsrat seinen Bericht über die Lage in diesem Nachfolgestaat des ehemaligen Jugoslawien vorlegt. Dass das vorgestern anders war, hat inhaltliche und formelle Gründe.

Kommentare (8)
Lepus52
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Ein sehr guter Bericht von C. Wehrschütz

Es kann nicht gelingen, ein Kunstgebilde mit Druck, weder militärisch noch mit viel Geld zu einer idealen multikulturellen Liebe zu verpflichten, die schwierige Vorbelastungen hat. C. Wehrschütz hat das erkannt, V. Inzko leider nicht. Ein dauerhafter Friede kann nur langsam und mit viel Toleranz und Verständnis erfolgen. Gerade Inzko sollte das verstehen, denn Kärnten hatte mit dem Abwehrkampf nach dem 1. Weltkrieg und den leidvollen Erfahrungen des Nationalsozialismus bis heute noch Nachwehen. Wenn Serben und Bosniaken nicht in einem gemeinsamen Staat leben wollen, warum will man sie dazu zwingen? Die Teilung der Tschechoslowakei könnte Beispiel dafür sein, wie dann in der EU die Länder wieder zueinander finden. So ein Prozess dauert und sollte nicht von außen aufgezwungen werden.

Zwiepack
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Da müssten Sie halb Bosnien umsiedeln

Nation auf Basis Religion ist sowieso mittelalterlicher Humbug zum Quadrat!
Wollen sie nationalistischen Spinnern Recht geben, oder soll man lieber die Kräfte der Vernunft stärken?

unicorn13
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humbug ?

genau hier liegt das problem: in österreich ist religion inzwischen humbug - aber wir müssen endlich aufhören, unsere denkweise auf andere länder und sitten zu projizieren- genau deswegen scheitern solche projekte….
es ist nicht immer alles schwarz und weiß, und auch wenn es unserer vorstellungskraft nicht ganz entspricht (obgleich österreich derzeit genauso gespalten ist - siehe impfung) es scheint ein absolutes problem ethnischer grundlage zu sein- für uns unvorstellbar - für die menschen dort verwurzelt

Lepus52
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Natürlich ist Ihre Aussage eine Tautologie

Sie setzt aber Vernunft, Wissen, Einfühlungsvermögen, Verständnis und ähnliches voraus. Das ist jedoch nicht ausreichend vorhanden, daher sind Pragmatismus und der Faktor Zeit die Elemente, die arbeiten müssen.

antela
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Schmidts eindeutige Schuldzuweisung

lässt nur zwei Schlüsse zu:
Entweder sie ist kalkuliert, dann will er im Auftrag noch mehr Feuer schüren. Oder es ist Dummheit. In beiden Fällen ist er der falsche Mann am falschen Platz.

Zwiepack
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Dodik absetzen!

Dazu hätte der OHR die Befugnis, er sollte endlich machen, was Inzko schon tun hätte sollen!
Statt den ethischen Proporz festzuschreiben sollte man eher jegliche nationalen Parteien verbieten - sie sind das Grundübel!

wjs13
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Das Grundübel ist das Festhalten des Westens an der Totgeburt BHI

Und die neuerliche Eskalation hat wohl Inzko mit dem Stinkei eingeleitet, das er bei seinem Abgang hinterließ.
Ein erster Schritt wäre die Abschaffung des OHR.

Zwiepack
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die BHI w a r aber eine Bank!

Wenn Sie BiH meinten: Wollen Sie den Nationalisten Recht geben?