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LeitartikelDie Anklage von Kosovos Präsidenten als Kriegsverbrecher reißt alte Wunden auf

Die Anklage des Haager Sondertribunals gegen den kosovarischen Präsidenten Hashim Thaçi legt alte Versäumnisse bloß und bestärkt Serbien in der Opferrolle.

Dem kosovarischen Staatsoberhaupt Hashim Thaçi wird unter anderem Mord in hundert Fällen vorgeworfen
Dem kosovarischen Staatsoberhaupt Hashim Thaçi wird unter anderem Mord in hundert Fällen vorgeworfen © (c) AFP (ARMEND NIMANI)
 

Der amtierende Präsident des Kosovo, Hashim Thaçi, ist der prominenteste Vertreter einer Gruppe von Albanern, den die Sonderbehörde zur Untersuchung von Verbrechen im Kosovo-Krieg mit Sitz in Den Haag anklagen will. Der Vorwurf lautet unter anderem auf Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie konkret auf Mord in 100 Fällen. Ein Richter prüft derzeit, ob tatsächlich Anklage erhoben werden wird.

Kommentare (1)

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jg4186
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"Die Wahrheit ...

ist den Menschen zumutbar!"
Eine Aussöhnung aller wäre mit so vielen offenen Wunden nie möglich geworden. Auch Thaçi wird sich dieser Wahrheit stellen müssen - wenn er es nicht ohnedies selber tut. Und viele andere werden es auch tun müssen. Zuerst große "Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit" - und dann Vergeben und Verzeihen statt Gerechtigkeit - das wäre schon sehr viel verlangt von den vielen verwundeten Menschen am Balkan.