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Wegen CoronavirusÖsterreich im Krisenmodus: Ab sofort tägliche Telefonkonferenzen der EU

In Österreich wird das öffentliche Leben in den nächsten Wochen lahmgelegt werden. Unis, Opernhäuser, Kinos schließen bis 3. April ihre Pforten, Sportveranstaltungen finden ohne Publikum statt. Schulen bleiben - noch - offen. Die Grenze nach Italien wird geschlossen.

CORONAVIRUS: PK KURZ, ANSCHOBER, NEHAMMER ZUR SITUATION IN OeSTERREICH
NEHAMMER / KURZ / ANSCHOBER © APA/HERBERT NEUBAUER
 

Die Regierung hat am Dienstag im Kampf gegen das Coronavirus drastische, unpopuläre Maßnahmen beschlossen, die das öffentliche Leben in Österreich in den kommenden Wochen massiv beeinträchtigen werden. Bis 3. April werden größere Veranstaltungen inklusive Demos verboten. Es gibt einen Einreisestopp aus Italien, nur Österreicher sollen zurückgeholt werden. Unis schließen ebenfalls.

"Wir sind uns einig, dass die Corona-Krise eine sehr ernst zu nehmende ist und wir alles unternehmen müssen, um eine weitere Ausbreitung des Virus bestmöglich hinauszuzögern und die Anzahl der Infektionen zu reduzieren", teilte Kanzler Sebastian Kurz nach dem Video-Gipfel der EU mit.

Dazu sollen die Gesundheits- bzw. Innenminister der EU ab sofort tägliche Telefonkonferenzen abhalten, um Informationen und beste Praktiken auszutauschen. Darüber hinaus gebe es ein Verständnis innerhalb der EU, dass in der jetzigen Phase nationale Vorkehrungen getroffen werden müssen, um weitere Ansteckungen einzudämmen und die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaften zu erhöhen, erklärte Kurz. Bei der Videokonferenz mit den EU-Regierungschefs habe er die Maßnahmen Österreichs im Detail erklärt.

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ZUR INTERAKTIV-GESCHICHTE

Die aktuellsten Entwicklungen: Direktoren sollen sich auf Schulschließungen vorbereiten. Das Bildungsministerium hat die Schuldirektoren ersucht, sich aufgrund des Coronavirus auf Schulschließungen präventiv vorzubereiten. In einem der APA vorliegenden Schreiben an Schulleiter wird außerdem empfohlen, dass Ausflüge, Reisen und Schulveranstaltungen ab sofort bis auf Weiteres ausgesetzt werden. Derzeit sei der bundesweite Schulbetrieb von einer flächendeckenden Schließung wie an den Hochschulen nicht betroffen, heißt es in dem Schreiben. Das derzeitige Procedere mit anlassbezogenen Schulsperren habe sich bewährt. "Wir alle hoffen, dass es zu weiteren Einschränkungen nicht kommen wird. Dennoch ist mein Ersuchen an Sie, dass wir in enger Abstimmung bleiben und uns auf Schulschließungen gemeinsam vorbereiten", heißt es in dem von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) gezeichneten Dokument.

Pressekonferenz

"Heute ist es so weit", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Vormittag bei einer Pressekonferenz in Wien. Nun sei der Tag gekommen, an dem Einschränkungen im öffentlichen Leben notwendig werden, kündigte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Rudi Anschober und Innenminister Karl Nehammer die Maßnahmen der Regierung an. Die Zahl der Infizierten in Österreich sei zwar vergleichsweise gering, die Zuwachsraten machten ein Handeln aber notwendig, so Kurz.

Pressekonferenz zur Coronavirus-Situation in Österreich

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1. Einreisestopp aus Italien

Die Maßnahmen der Regierung gliedern sich in drei Bereiche. Erstens solle die Einschleppung aus Italien verhindert werden, sagte Kurz. Daher gelte ab sofort ein Einreisestopp, die Grenzen werden dicht gemacht. Einreisen dürfen nur Menschen mit einem ärztlichen Attest, sagte Kurz. Auch die Durchreise ist möglich, allerdings nur, wenn in Österreich keine Pausen gemacht werden. Die Heimholung von in Italien befindlichen Österreichern werde derzeit organisiert, danach gelte für diese Personen zwei Wochen lang häusliche Isolation.

2. Keine Großveranstaltungen, Unis geschlossen

Weiters müsse die Verbreitung in Österreich eingedämmt werden, kündigte die Regierung am Dienstag an. Das bedeute unter anderem Einschränkungen bei Veranstaltungen. Ab Mittwoch werden per Erlass alle Outdoor-Veranstaltungen über 500 Teilnehmer bis Anfang April abgesagt, ebenso alle Indoor-Veranstaltungen über 100 Teilnehmer. Ab Montag nächster Woche soll es an Universitäten und Fachhochschulen keine Lehrveranstaltungen mehr geben, teilte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) mit. Die Stadthalle hat bereits alle Veranstaltungen bis Anfang April abgesagt.

3. Tele-Working und Reduktion sozialer Kontakte

Drittens appellierte Kurz eindringlich an die gesamte Bevölkerung. "Jeder kann einen Beitrag leisten", sagte er vor der versammelten Presse. Durch die Reduktion sozialer Kontakte könnten auch junge Menschen dafür sorgen, dass Ältere geschützt werden. "Wir können nicht verhindern, dass sich das Coronavirus in Europa verbreitet", merkte Kurz an. Die Verbreitung müsste aber eingedämmt, der Peak bis nach der Grippewelle verzögert werden. Wer soziale Kontakte in den kommenden Wochen reduziert, könne jetzt einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten, so Kurz. Unternehmen ersuchte der Kanzler, ihren Mitarbeitern so weit wie möglich Teleworking zu genehmigen.

Anschober betonte die Dringlichkeit der Maßnahmen am Dienstag. "Wir können dieses Land nicht unter einen Glassturz stellen", sagte er. Wichtig wäre es allerdings, Zeit zu gewinnen. Die Regierung sei bemüht, das Richtige zu tun und nun sei der "richtige Zeitpunkt für durchaus einschneidende Maßnahmen" gekommen, so Anschober.

4. Opern, Popkonzerte, Kinos werden geschlossen

Bei Veranstaltern ortet der Minister eine große Bereitschaft, auf Events zu verzichten. Der Erlass werde präzise formuliert, damit für jeden klar ist, was gemeint ist. Theater, Kinos, Konzerte werden aber davon betroffen sein. Restaurants zu schließen, sei derzeit nicht angedacht. Sportveranstaltungen könnten aber etwa ohne Zuschauer stattfinden. Die gesetzlichen Vorgaben der Regierung nun umzusetzen, liege nun bei den Veranstaltern, so Kurz, der auch an den Hausverstand appellierte. "Es ist ein Straftatbestand nicht daran mitzuwirken, dass sich eine Epidemie ausbreitet", ergänzte Innenminister Nehammer.

Dass die Maßnahmen der Regierung durchaus große Auswirkungen auf das Leben in Österreich haben werden, ist den Politikern bewusst. "Wir müssen unser Leben für ein paar Monate verändern", sagte Anschober. Jeder Einzelne müsse in der kommenden Wochen überlegen, wie man das Risiko einer Verbreitung des Coronavirus minimieren könne. Die Regierung setze zwar die richtigen Maßnahmen, die Bürger müssten aber mithelfen, so Anschober und ergänzte: "Wir brauchen Zusammenhalt, aber wir brauchen auch eine gewisse Distanz." Aufpassen müsse man besonders auf die besonders Schutzbedürftigen, also Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen.

5. Keine Züge und Flüge aus Italien

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) kündigte am Dienstag an, es gebe ab sofort keine Züge und keine Flüge mehr aus Italien nach Österreich. Eine Durchreise ohne Zwischenstopp sei erlaubt, auch der Güterverkehr laufe weiter, allerdings mit Gesundheitschecks an der Grenze. Österreicher, die aus Italien zurückkehren, müssen zwei Wochen lang in Isolation. Die Einhaltung dieser werde auch stichprobenartig kontrolliert, gaben die Regierungsvertreter bekannt.

6. Schulen und Kindergärten bleiben offen - vorerst

Eine Maßnahme ist auch die Schließung von Schulen. Hauptüberträgergruppe seien Menschen zwischen 14 und 30 Jahren, daher sollen in einem ersten Schritt in dieser Gruppe soziale Kontakte reduziert werden. "Es wird auch zu Maßnahmen an Schulen kommen", sagte Kurz.

7. Zugang zu Spitälern, Alten- und Pflegeheime gedrosselt

Wiens Stadtrat Peter Hacker kündigte heute an, dass die Stadt den Zugang zu den Spitälern reduzieren wolle, um Kranke zu schützen. Konkret soll Studenten, die im Zuge ihre Medizinausbildung in Krankenhäusern arbeiten, der Zugang verwehrt werden. Auch wird die Empfehlung ausgesprochen, Alten - und Pflegeheime zu meiden.

In Deutschland hat sich Gesundheitsminister Jens Spahn gegen die Abhaltung von Großveranstaltungen mit über 1000 Personen ausgesprochen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. In Österreich pflichtet ihm gestern Pamela Rendi-Wagner bei: "Das wäre notwendig und sinnvoll", meinte die SPÖ-Chefin dazu.

8. Vorerst keine Einschränkungen im Justizbetrieb

Was Gerichtsverhandlungen betrifft, ist derzeit mit keinen Einschränkungen zu rechnen. "Der Justizbetrieb geht vorerst weiter", teilte Christina Ratz, Ressortmediensprecherin im Justizministerium. Die Absage oder Verlegung von Hauptverhandlungen ist damit vorerst kein Thema. Allerdings hat die Generaldirektion für den Strafvollzug nunmehr allgemeingültige Präventivmaßnahmen vorgegeben, die in jeder Justizanstalt je nach den gegebenen Umständen und Räumlichkeiten umzusetzen sind. Damit soll ein Einschleppen von SARS-CoV-2 verhindert werden.

Bei Häftlingsbesuchen ist grundsätzlich ein direkter Kontakt zu den Insassen zu vermeiden. Sogenannte Tischbesuche wurden gestrichen. Besucher - das bezieht sich vor allem auf Angehörige - sind grundsätzlich durch eine Glasscheibe von Häftlingen zu trennen. In Justizanstalten, wo das räumlich nicht möglich ist, wird das Ansteckungsrisiko insoweit minimiert, als pro Besuchskontakt nur mehr eine Person zugelassen ist. Bei Besuchen, die nicht "hinter Glas" stattfinden, haben außerdem entweder der Besucher oder der Insasse eine Schutzmaske zu tragen. Bei Vorführungen zu Gerichtsverhandlungen entscheidet die jeweilige Justizanstalt, ob sich der Insasse eine Schutzmaske aufsetzen muss.

Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

Kommentare (99+)
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Irgendeiner
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Ach und noch etwas,im Labor des aufgesetzten Heldentums,

es gibt da ein Land,nennen wir es Südkorea,daß hat etwas geschafft, den Anstieg der Ansteckungsquote zu drücken,das ist kein Sieg, das ist keine Rettung,das ist ein erster fundamentaler Schritt.Die haben allerdings nicht unseren Weg gewählt und die Tests reduziert,die haben das nicht in der Statistik sondern in der puren nackten naturwissenschaftlichen Realität geschafft,die sind nämlich den umgekehrten Weg gegangen wie unsere Helden,mit 51 Millionen Menschen, größer ist bei sowas schwieriger,erklär ich jetzt nicht,ist nicht so wesentlich.Wir haben hier 9 Millionen Lederhosen und haben insgesamt 5000 Tests gefahren,wir wollten halt nicht so recht,dann hätten die Koreaner auf 51 Millionen, seima großzügig,aliquot 30.000 Tests durchführen müssen,die ham aber 240.000 Tests durchgeführt,die ham alles kontrolliert was nicht bei drei am Baum war und alles isoliert was gefährlich war, die haben die drive-in tests erfunden die man jetzt in Deutschland übernimmt, wo jeder reinfährt und getestet wird wenn er nur will und die Öffentlichkeitsarbeit bestand auch nicht darin daß ein abgemusterter Leutnant ein Taferl in die Kamera hielt,die ham einen kleinen Erfolg,wir haben Basti.

Miraculix11
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Die Zahl der Coronavirus-Experten...

...in Österreich ist in den letzten Tagen sprunghaft angestiegen. Das ist das Ergebnis zahlreicher Gespräche und WhatsApp-Chats am Wochenende. Demnach gibt es bereits mehrere Millionen Koryphäen auf dem Gebiet der Virologie und Epidemiologie in ganz Österreich.
"Mit einem solch rasanten, fast schon virulenten Anstieg haben wir nicht gerechnet", erklärt Experten-Experte Paul Wunderlich. "Vor allem unter Männern sind die Zahlen in kürzester Zeit regelrecht explodiert. Praktisch jeder weiß plötzlich unglaublich viel über das Virus und muss dies bei jeder Gelegenheit kundtun."

Irgendeiner
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Ja miraculix,ist gibt die die wissen,die die sie

behindern und die die deshalb sterben,aber es wird sich mischen,Viren ist das gleich.

Irgendeiner
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Das interessante hier ist ja daß das intellektuelle Loch daß sich auftut oft ein Mund ist und was quer durch die Gebiete taulos ist, dauerplappert,dann aber nie besteht,da brauchts dann irgendwann eine bewältigbare Aufgabe,ein Wahrheitsbeweis für eine freche Verleumdung etwa, aber das sind die Molesten des Lebens und der Schrumpfungsprozeß kommt schon, manches muß bis nach der Pandemie warten,

wo Menschen sterben haben so Studien an Tardigrada keinen Vorrang.Denn Dummheit ist menschlich, Unwissen ist menschlich,aber dreist sollte man dabei nicht sein, wo die Nullen sich vor die Einser stellen wollen schrumpft nunmal die Summe,ist ja auch das Problem mit dieser Regierung.
Nun, wie ich bei Herrn Jungwirth las fiel die Entscheidung für diese großartigen, tollen Maßnahmen,zu spät und zu halbherzig wie immer,in der Vornacht und der Grund war,da sind ein Haufen Leute in Italien gestorben,das war offenbar der Auslöser.Es ist nur so,wenn ich zuständig bin und es im Griff habe,dann bedaure ich, zumindest ich,Tote anderswo, ja,nur wenn sich an den eigenen Daten nichts geändert hat brauch ich darauf in keiner Weise zu reagieren,weil ich ja meine Situation im Griff habe.Das hab ich nur notwendig wenn in meinem Kopferl ein Aha-Erlebnis sensu Köhler entsteht weil ich es vorher gar nicht ernst genommen hatte,eine Sachentscheidung entsteht durch Änderung der Sachverhalte für die ich sachlich zuständig bin,das andere gehört zur Psychologie des Mangels.

schteirischprovessa
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Leider sind in der Regierung die völlig falschen Krisenkordinatoren tätig.

Es ist geradezu fahrlässig, die Krise ohne Einbindung von Mein Graz, Irgendeiner, UHP, Planck, mapem, lieschenmueller bewältigen zu wollen.
Wie man aus der Vielzahl der Kommentare feststellen kann, sind dies die einzigen Fachleute, die die Coronakrise von Österreich im Vorhinein ferngehalten hätten und zu jeder Handlung der Regierung eine jeweils viel bessere Lösung parat haben, vom medialen Auftritt gar nicht zu reden.
Sollte ich in meiner Aufzählung den einen oder anderen Fachmann bzw. Fachfrau vergessen haben, bitte ich jene, die sich diesem Expertenkreis zugehörig fühlen, um Entschuldigung.

medikus60
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@schteirischprovessa, der größte Fachmann bist Du, oder?

Wenn jemand wie Du andauernd schreibt wie gut und toll diese Regierung arbeitet, muss er doch ein Experte sein. Wie kommst Du sonst zu dieser "Expertise"? Ich bin genau der gegenteiligen Meinung. Um zu dieser Meinung zu gelangen muss ich kein Experte sein, lediglich einen gesunden Hausverstand haben und 1+1 zusammenzählen können. Doch wenn man immer und alles durch eine türkis-schwarze Brille betrachtet, wie Du, kommt es zu solchen Kommentaren, wie Deine es sind. Meine Kommentare, und da schwöre ich einen Eid darauf, würden gleich lauten, wenn wir eine Rot / Grüne Regierung hätten, da ich in dieser Situation politisches Denken keinen Platz hat. Auf die Fragen der Reporter, warum dieses oder jenes so spät gemacht wurde, egal ob im ORF oder bei Pressekonferenzen antwortet die Regierung niemals konkret, sondern es kommt IMMER die Antwort, dass alles nach Absprache der Experten gemacht wird. Welcher Experten? Es werden nie Namen der Experten genannt! Ich würde soooo gerne die Expertenmeinung darüber hören, warum man wochenlang alleine aus Teheran tägl. ca. 6.000 Menschen in Schwechat ins Land gelassen hat. Da sind noch keine Fluggäste aus China, S.Korea oder Japan berücksichtigt. Da würde ich gerne wissen, wer diese Experten sind! Sind das Experten aus der Wirtschafstkammer? NÖ und Wien sind doch weiter von Italien entfernt als Kärnten oder die Stmk.. Warum haben diese B.Länder die höchste Zahl an Infektionen? Ja wo liegt denn Schwechat?

schteirischprovessa
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Mein lieber medicus 60,

natürlich bin ich kein Virologie oder Fachmann für Pandemien.
Aber immerhin habe ich eine Ausbildung zum Qualitätsmanager absolviert und in diesem Job viele Jahre in leitender Funktion gearbeitet, selbstverständlich mit laufender Weiterbildung.
Einer der wichtigen Bereiche im QM ist Krisenmanagement, daher habe ich zu diesem Thema etwas mehr Zugang als die meisten, die hier posten.
Das hat nichts mit politischer Präferenz zu tun, auch wenn meine in Anbetracht des aktuellen Zustandes von Rot und Blau eindeutig bei Türkis und Grün liegt, ich in einigen wenigen Sachfragen auch den Ansätzen von NEOS, Rot und Grün zustimme.

medikus60
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@schteirischprovessa, diese Antwort hätte ich nicht erwartet und bin positiv überrascht. Allerdings muss ich Dich auch fragen, warum Du weitgehend doch so überaus türkis-königstreu schreibst.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Dir wirklich die Maßnahmen die diese Regierung bis vergangenen Montag setzte, genügten. Einfach wochenlang zu sagen, "auf Hygiene achten und brav Hände waschen", das kann doch Dir nicht genügen, Provessa. Bitte sei mir nicht böse, doch wochenlang nur von Hände waschen zu predigen und zuzusehen wie Italien im Chaos versinkt, das ist doch fast fahrlässig. Ich habe keine Ausbildung im Management, doch ich bin im Gesundheitswesen tätig und arbeite für einen, doch recht bekannten, pharmazeutischen Betrieb, habe daher auch eine entsprechende Pharmaausbildung. Mein Aspirantenjahr ist zwar schon lange her, doch wichtige Zusammenhänge sind mir schon noch bekannt. Ich war vor 4 Wochen noch beruflich in Spanien und auf der Heimreise sollte ich noch zwei Geschäftstermine in Pavia / It. wahrnehmen. Nachdem sich Pavia in der Lombardei befindet, habe ich, noch aus Spanien, die Hotline in Österr. angerufen um mich zu erkundigen, wo ich mich unmittelbar nach meiner Einreise in Österr. testen lassen kann, da ich mich aus beruflichen Gründen nicht freiwillig in Quarantäne begeben kann und natürlich auch meine Familie nicht gefährden will. Es war und ist bis heute nicht möglich, auch wenn ich den Test selbst bezahlen würde. Ich müsste nach Deutschland um mich testen zu lassen. Also wenn Du das als gutes Krisenmanagement siehst, solltest Du Dich unbedingt nachschulen lassen!

Mein Graz
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@schteirischprovessa

Um mit deinen etwas abgewandelten Worten von gestern zu sprechen:

So lange du deine Türkis/Blaukrankheit nicht geheilt hast, wirst uns wohl noch mit vielen ahnungslosen und unsachlichen Kommentaren quälen.
Auf meine Kommentare wäre es mir am liebsten, du antwortest nicht, ist eh zu 99,9% Unsinn.

Mein Graz
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Oha, da passt es wohl jemandem nicht,

wenn man seine eigenen Worte lesen muss.
Brav weiter 👎 und nur nicht antworten wie es der provessa gestern von mir gewünscht hat.

schteirischprovessa
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Nur zur Klarstellung:

Von mir sind die roten Daumen nicht, deine blöden Kommentare ignoriere ich.
Aber es gibt ja hier auch vernünftige Leser ☺️

Mein Graz
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@schteirischprovessa

Schön, dass du nur meine blöden Kommentare ignorierst.
Da diese m.E. selten sind werd ich wohl noch häufig von dir hören.

Irgendeiner
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Übrigens hat er als erste Maßnahme

wirklich einen Einreisestop aus Italien verkündet,wo die Italiener selbst vorher sagten sie machen dicht, das ist ja so wie Flüge zu streichen wenn die Fluglinie sie schon eingestellt hat ,ach ja, hat er ja auch getan, schmeißt ihn endlich raus,der Mann ist unerträglich.

crawler
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Also

alte Leute sollten sich von der Öffentlichkeit fern halten. Ob sich das auch auf öffentliche Foren bezieht weiß ich zwar nicht, aber Vorsicht ist besser...

Irgendeiner
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Ja,crawler, witzig,

schön daß Du es lustig findest wennma nichtmal die Durchseuchungsquote kennen,ist ein Spaß,nicht.Nur weißt Du crawler,wenn ich physisch die Symptomatik zeige,ich war nicht in Italien, testen werden sie mich ja noch immer nicht,die Komplettversager der Pandemie,dann geh ich freiwillig in Klausur,weil ich andere nicht gefährde wie die, durch Verzögerung von Maßnahmen und Verminderung der Tests,da werma noch drüber reden,aber mich intellektuell einzuhegen,dazu würde es etwas brauchen das breiter und tiefer aufgestellt ist als ich, darauf werma wohl noch warten müssen,ich sehs nicht,ich sehs schon lange nicht.Und wir werden ja sehen wie lustig Du das findest wennma hier endlich testen und wissen was los ist,könnt ein böses Erwachen werden und ich werde,wie bei Flüchtlingen,die Leichen dann schon vor den richtigen Türen deponieren,jener die es durch Unterlassung und Dummheit vermehrten und jener die auf Sachinformation mit ad hominems,Eliminierung des Gesagten und vorsätzlichen Lügen reagierten,also im großen und im kleinen,und ich werde es wie immer ohne Emotion tun und persönlich und ungeheuer effektiv, ich bin so,ich bin Grünwähler,ich leg auf Nachhaltigkeit wert.Aber ich stimm Dir zu, Vorsicht wär besser.

hfg
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Diese 100 und 500

Bringen nicht das Virus sondern die Veranstalter um.
Völliger Unsinn. Wer Angst oder Befürchtungen hat bleibt ohnehin weg.

Irgendeiner
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Natürlich gibts wirtschaftlichen Flurschaden

aber menschlicher ist irreversibel und wenn Du Dich ansteckts und es weiterträgst ist es eben nicht mehr Deine Privatangelegenheit und das und mehr wäre von Anfang an zu tun gewesen,nicht zu faseln man hätte es im Griff, die Tests frech zu reduzieren und es laufen zu lassen, das wird extra kosten,dem Virus ist es wurst aber die Durchseuchungsquote vergißt nicht.

Irgendeiner
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Ach Kurz, was ich noch sagen wollte,

das könnte noch besser gehen,viel besser.

Irgendeiner
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Ich sehe, da hört wer den Ruf nicht

gerne, hat ihn wohl zu oft vernommen,man lacht.

UHBP
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Arbeiten ja, soziale Kontakte nein

Jetzt ist wohl der beste Zeitpunkt, den 15 Stunden Arbeitstag einzuführen.

schteirischprovessa
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Wie man nur so dumme Kommentare zu einer so ernsten Sache

posten kann! Traurig!

UHBP
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@sch..

An Grippe sterben im Durchschnitt in Österreich rund 5 Menschen am Tag. 5 Tode jeden Tag, die in der wirtschaftlichen Kosten-Nutzen Rechnung als vertretbar gesehen werden.
Zu tode gefürchtet ist auch gestorben.
PS: ich hätte schon viel früher auf die stark gefährdeten Gruppen (Alte, Kranke) mehr Rücksicht - eingeschränkte Besuche, vermehrt Unterstützung beim Einkauf um nicht in Menschengruppen gehen zu müssen, etc. - genommen.

pescador
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Manche kapieren es einfach nie....

Balrog206
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Fang

Dich mal mit 12 an !

happy8
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Wie???

Bin ich falsch informiert, dass der griechische Premier HEUTE PERSÖNLICH in Wien bei BASTI war??? Soviel zum Leitartikel!!!
und: Soziale Kontakte einschränken. Hätte eine Videokonferenz in diesem Bereich nicht gereicht???

OAR
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Coronahysterie

Scheißen wir Steirer da nicht ein wenig in die Hos'n, jetzt wird auch noch Ostern abgesagt. Was geschieht mit dem Osterfleisch, welches wir nun nicht weihen dürfen.
Es zählt der Spruch: Was uns nicht umbringt, macht uns nur noch härter.

 
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