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Bildungspflicht Bildungsexpertin: "Mehr Nicht-Lehrer an die Schulen!"

5.000 Schulabgänger in Österreich schaffen den Pflichtschulabschluss nicht und können weder lesen noch rechnen. Bildungsexpertin Christa Könne fordert ergänzende Angebote, um diesen jungen Menschen noch den Anschluss zu ermöglichen.

Christa Koenne: Es geht um die Motivation, "bilden kann man sich letztlich nur selber" © kk
 

Rund 5.000 Schülerinnen und Schüler pro Jahr schaffen den Pflichtschulabschluss nicht, das sind sechs Prozent aller Schüler insgesamt. De facto können diese Jugendlichen weder schreiben noch lesen noch rechnen.

Das ist der Grund, warum Ex-Bildungsminister Heinz Faßmann neben der "Ausbildungspflicht" bis zum 18. Lebensjahr (nach Beendigung der Pflichtschule) auch eine "Bildungspflicht" für jene ohne Abschluss ins Auge gefasst hatte.

Bildungsexpertin Christa Koenne ist für eine solche Bildungspflicht, wie sie im Interview mit dem ORF-Morgenjournal Dienstagfrüh erklärte. Vor allem aber ist sie für mehr nicht-pädagogisches Personal in den Schulen. Manche Schülerinnen und Schüler scheiterten an intellektuellen Grenzen, die meisten aber an den konventionellen Zugängen, für die sie in bestimmten Lebensphasen nicht offen seien. "Die brauchen andere Angebote."

Was brauchen unsere Kinder?

Sonja Peitler-Hasewend hat analysiert, wie wir den Kindern die größten Bildungs- und Berufschancen geben.

Hier diskutiert heute ab 18.30 Uhr Claudia Gigler mit steirischen Landtagsabgeordneten darüber, was wir für die Kleinsten in Krippen und Kindergärten tun können, wie die Integration an den Schulen noch besser funktionieren würde und wie wir Lehrlinge unterstützen können.

Es gehe um den Rhythmus, um die Art der Begegnung, "das ist alles wie vor 100 Jahren". Letztlich gehe es darum, welche Begleitung vonnöten sei, damit die Schülerinnen und Schüler aus eigener Motivation lernten. "Denn bilden kann man sich letztlich nur selber."

Strafen machten eher Angst und seien erst recht wieder lernhemmend. Auf Alarmsignale zu achten sei  hingegen wichtig, "das tun wir ja auch in den Schulen". Aber oft bräuchte es Sozialarbeiter, Psychologen, Lernbegleiter zusätzlich zu den Lehrern.

Koenne will eigentlich nicht von "Bildungspflicht" reden, sondern von zusätzlichen Chancen, ergänzenden Angeboten, die es den jungen Menschen ermöglichten, nach dem Scheitern in der Pflichtschule noch den Anschluss zu finden.

Alles andere kommt den Staat teuer zu stehen, wie zuletzt auch eine aktuelle Studie zeigte.

 

Kommentare (7)

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Robert Müller
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Grottenschlecht zusammengefasster Artikel mit einigen Falschaussagen!

Ist wohl der Eile geschuldet, wenn aus zwei Morgenjournalbeiträgen einer von Fr. Könne gemacht wird. Aus "soll heißen, sie können nicht ausreichend lesen, rechnen und/oder schreien, um im ersten Job zu bestehen." daraus wird im Kleinformat ein "De facto können diese Jugendlichen weder schreiben noch lesen noch rechnen."
Kommt vermutlich besser an?

An welcher Stelle spricht sich Fr. Könne "für eine Bildungspflicht" aus? Wahr, liebe KleineZeitung wäre: " Für sie ist der Begriff “Bildungspflicht” nicht gut gewählt! Man kann niemand verpflichten sich zu bilden."

Es stimmt aber, dass die "Law&Order"-Fraktion mit Strafsanktionen die Fehler des Bildungsapparates bekämpfen will, den übrigens Hr. Wolfgang Werth von Ö1 verfasst hat. Herr Werth ist leider auch der allgemeinen Lobhudelei, rund ums Ausbildungspflichtgesetz, auf den Leim gegangen ist.

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Irgendeiner
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Naja, wenn es was hilft kann man von mir

aus auch Wolpertinger hinzuziehen aber ich halte den Ansatz für verfehlt.Jeder den mal die Schulbank drückte weiß, daß scharfer Zwang genau das gegenteilige Sentiment erreicht und daß auch gebildete Menschen bestätigen müssen, daß ihnen bei manchem erst viel später der Knopf aufging,daß das eigentlich hochinteressant ist,Bildung sollte nicht in Form einer Strafkolonie erfolgen,das führt zu ihrer Ablehnung.Und was etwa einen Pubertierenden interessiert ist halt immer ein begrenztes Feld,ich mein, die Welt ist neu und frisch, das Leben spannend und die Mädchen (Jungs) hübsch, was soll mir da die Gretchenfrage vom ollen Goethe.Und ein guter Lehrer holt die immer dort ab wo sie stehen und macht Dinge interessant die scheinbar angestaubt sind und wir haben viele gute Lehrer ,aber allein lassen und ihnen Elternarbeit aufhalsen darf man nicht,gäb so simples,kleine Klassenschülerhöchstzahlen und Ausrichtung der Schulzeiten an chronobiologischen Einsichten die mittlerweile schon Trivia zu sein hätten,aber da müßte man sich halt dazu durchringen, daß Kinderinteressen vor Wirtschaftsinteressen kommen und da haperts gewaltig.

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Irgendeiner
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Addendum: Und wieder rote Striche,das verunsichert mich ungemein,

irgendein Teil meines ratiomorphen Apparates ruft mir zu, daß ich die auch hätte wenn ich Lirum,larum,Löffelstil (der neue ist gemeint) schreiben würde,weils personalisierte Agonalität sei,ein mehr rationaler Teil meines Hirns meint, daß sei inhaltlicher Unmut gepaart mit notorischer Absenz von persönlichem Mut wie es halt bei manchen oft vorkommt wenn man alleine vortreten müßte,ein Mangel im Sozialen halt, während mirwieder mein soziales Gewissen zuflüstert, das sind sie, das sind die von denen die Rede ist, die können nicht schreiben,dann stellt sich aber die Frage ob ich Euch da reinzwingen soll,man lacht schallend.Wie gesagt,man ist schwer verunsichert und rollt hilflos über den Perser.

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büffel
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selbst ist der Mann

Ich denke mal, es ist weniger der Inhalt Deiner Kommentare, weshalb Du unabhängig vom Thema ständig so viele Negativbewertungen erhältst; denn Rest mußt Du Dir selbst zusammenreimen.... 😉

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Irgendeiner
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Keine Angst ich versteh schon, aber ich füge

dem Ungenügen dann auch noch Spott hinzu, ich bin ein weißer alter Mann, bekanntlich das schlimmste das es gibt, nicht,man lächelt.

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martinx.x
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seiner Weißheit

könnte irgendeiner mit einem Solariumbesuch begegnen. Mann lacht

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Irgendeiner
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Könnte er, wenn ihm die noble Blässe nicht

so hervorragend stünde, sag, was geht dir sonst noch so weltbewegendes durch den Kopf,erzähl.

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