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Aufregung um InterviewFP-Landesrat Klinger kritisiert "Mischkulturen"

Der oberösterreichische Sicherheitslandesrat sagte, dass "Mischkulturen" nicht vorteilhaft seien. Oberösterreichs FP-Chef Haimbuchner will ein "klärendes Gespräch" mit ihm führen.

Wolfgang Klinger
Wolfgang Klinger © FOTOKERSCHI.AT/KERSCHBAUMMAYR
 

Einmal mehr hat Oberösterreichs FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner mit einem seiner Funktionäre wegen eines "überschießenden" (Haimbuchner) Sagers ein klärendes Gespräch zu führen. Der neue freiheitliche Landesrat Wolfgang Klinger hat in einem Interview mit der "Kronen Zeitung" (Sonntagsausgabe) zum Thema Zuwanderung erklärt: "Mischkulturen haben auf der Welt bewiesen, dass sie nicht vorteilhaft sind."

Die Textpassage, die nun für Haimbuchner und die ÖVP aufgeklärt gehört und SPÖ, Grüne und NEOS im Land entsetzt: "Identität ist auch Sprache und Kultur, sprich Nationalität. Das ist für mich extrem wichtig. Und da gibt's den Begriff Assimilation. Also alles aus der Zuwanderung, was über die Assimilation hinausgeht, führt zu Mischkulturen. Und diese Mischkulturen haben auf der Welt bewiesen, dass sie nicht vorteilhaft sind."

Weiters verwies er auf " Artikel 19 des Staatsgrundgesetzes", in dem "ja ganz eindeutig drin" stehe: "Der Staat ist unverbrüchlich dazu verpflichtet, die Volksstämme, in dem Fall seinen Volksstamm, in Nationalität und Sprache, sprich Identität, zu erhalten. Das kommt aus der Monarchie, 1867. Und da entfernen wir uns immer mehr. Dem muss Einhalt geboten werden. "

Haimbuchner: "Kollege hat überschießend formuliert"

Zu diesen Aussagen wurde auch Haimbuchner in der Zeitung zitiert. "Da hat der Kollege sicher überschießend die Dinge formuliert. Das findet unsere Zustimmung nicht und wir werden auch ein klärendes Gespräch mit ihm führen", so seine erste Reaktion. Die Formulierungen seien "in dieser Form nicht akzeptabel".

Der Regierungspartner ÖVP will, dass Haimbuchner versichere, "dass so etwas von der FPOÖ nicht im Geringsten akzeptiert wird", meinte der schwarze Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer am Sonntag. Für die SPÖ scheint die "'Tradition' rechtsextremer Rülpser" mit Klinger fortgesetzt. Er tätige Aussagen, "wie wir sie von der Identitären Bewegung kennen", so Landesgeschäftsführer Georg Brockmeyer.

Anschober zu LH: "Rasch und konsequent reagieren"

Integrationslandesrat Rudi Anschober (Grüne) erwartet sich von Stelzer eine "rasche und konsequente Reaktion", ohne diese in einer Presseaussendung näher zu nennen. Er wolle das in der Landesregierung am Montag zum Thema machen. Die NEOS forderten die Abberufung Klingers: "Die FPÖ hat diese Ideologie einfach in ihrer DNA, dagegen hilft auch kein klärendes Gespräch zwischen Haimbuchner und Klinger", sagte Abgeordnete Karin Doppelbauer.

In Zusammenhang mit dem Ibiza-Video und dem Ende von Türkis-Blau im Bund war es auch in Oberösterreich Ende Mai zu einem Abgang eines FPÖ-Politikers gekommen. In dem Bundesland regiert die ÖVP mit dem Blauen. Für Landeshauptmann Thomas Stelzer war ein Rücktritt des umstrittenen blauen Landesrats Elmar Podgorschek Bedingung für das Fortführen der Regierungszusammenarbeit mit der FPÖ. An dessen Stelle trat der Nationalratsabgeordnete und Landesobmann des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender Wolfgang Klinger. Ihn hat die "Krone" nach 100 Tagen interviewt.

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Lodengrün
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Haimbuchner

der Freund Salvinis ist doch aus dem selben Holz.

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Mein Graz
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FPÖ

Nur Einzelfälle.
Statt "Außen Hui, innen Pfui" sollte man sagen "Außen blau, innen Braun".

Entspricht das noch der Netiquette?

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lieschenmueller
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Ich dachte zuerst, der meint irgendwas in der Landwirtschaft

Dem geht es aber tatsächlich um MENSCHEN!

Heute - 80 Jahre Beginn 2. Weltkrieg - 80 Millionen Tote. Die es miterlebten, da wird es das letzte Jahrzehnt zur Erinnerung sein.

Und so viel Zeit danach gibt es immer noch Schwafler wie den im Bild. Ein Sicherheitslandesrat - muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

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