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Zwischen May und Corbyn Wieder keine Einigung im Brexit-Chaos

Die Gespräche zwischen der Premierministerin und der Oppositionspartei verliefen ergebnislos. Indes hat sich der umstrittene Minister Boris Johnson für Mays Nachfolge angeboten.

BRITAIN-EU-BREXIT-POLITICS
© APA/AFP/BEN STANSALL
 

Im Ringen um einen Brexit-Kompromiss hat Oppositionsführer Jeremy Corbyn die Gespräche zwischen der konservativen britischen Regierung und seiner Labour Party für gescheitert erklärt. Das sagte Corbyn der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge am Freitag in London.

Die Gespräche seien angesichts der Instabilität der Regierung so weit gegangen, wie sie gehen konnten. Laut Corbyn gehen die Konservativen in Richtung, einen neuen Parteichef zu bestimmen. Dies bedeute, dass die Regierung "immer instabiler" werde, "ihre Autorität erodiert". Dies untergrabe das Vertrauen darin, dass die Regierung irgendeine Kompromissvereinbarung zustande bringe.

Drei Mal gescheitert

Premierministerin Theresa May war vor den parteiübergreifenden Gesprächen dreimal im Parlament mit dem von ihr ausgehandelten Brexit-Abkommen - auch am Widerstand in den eigenen Reihen - gescheitert und wollte mit Corbyn einen Kompromiss aushandeln. Seit sechs Wochen wurden Gespräche geführt - erfolglos.

Er glaube nicht, dass es mit der innerparteilich angeschlagenen May zu einer Einigung komme, schrieb Corbyn am Freitag auch in einem Brief an die konservative Regierungschefin. May schlagen auch aus den eigenen Reihen zunehmend Forderungen nach einem sofortigen Rücktritt entgegen. Am Donnerstag lehnte sie dies bei einem Treffen mit führenden Tory-Vertretern ab. Nach Angaben der Partei wird May im Juni einen Zeitplan für ihren Rückzug vorlegen.

Erneute Abstimmung im Juni

May will Anfang Juni ihr mit der EU ausgehandeltes Abkommen über den Umweg eines Gesetzgebungsverfahrens erneut den Abgeordneten zur Abstimmung vorlegen. Auch diesmal droht ihr von einem großen Teil ihrer konservativen Fraktion massiver Gegenwind. Und auch die erhoffte Unterstützung von Labour dürfte nun ausbleiben. "Wir waren nicht in der Lage, gewichtige politische Differenzen zwischen uns zu überbrücken", sagte Corbyn laut PA am Freitag in London.

Die Frist für den EU-Austritt wurde bis 31. Oktober verlängert. Eigentlich hätte das Land die Staatengemeinschaft schon am 29. März verlassen sollen.

Für Mays Nachfolge hatte sich am Donnerstag Ex-Außenminister Boris Johnson in Stellung gebracht. "Natürlich werde ich mich bewerben", sagte der Brexit-Hardliner Johnson, der sich wochenlang zurückgehalten hatte, am Rande einer Rede in Manchester auf die Frage, ob er bei einem Rücktritt Mays für das Amt des Parteichefs kandidiere. "Das dürfte kein Geheimnis sein." Die Regierung sei in den Brexit-Verhandlungen mit Brüssel nicht sehr dynamisch gewesen. Er habe endlosen Appetit, "dem Land auf den richtigen Weg zu helfen". Neben ihm haben schon zahlreiche andere Politiker der Konservativen Partei ihr Interesse bekundet.

Kommentare (13)

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georgXV
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???

meines Wissens hat man bis heute in Großbritannien noch immer NICHT gelernt, wie man Kompromisse schließt !!!
Entweder die Conservatives oder die Labors hatten das Sagen, noch NIE waren sie gezwungen auf einander zuzugehen !!!

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CuiBono
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Hausgemacht

ist die Situation durch die EU.
Genau gesagt durch "unsere" EU-Bonzen - allen voran Ratspräsident Donald Tusk, die wirtschaftshörig zwei Verlängerungsgesuche von PM TM vollkommen unnötig akzeptiert haben.

Spätestens beim zweiten hätte man kategorisch ablehnen und den harten BREXIT auslösen müssen. Und der stinkende Cheddar Cheese wäre längst gegessen.

Aber - das wollte und will "man" in Brüssel nwv nicht.
Definitiv.

So what?
Prime Minister Theresa May bashing ist fehl am Platz.
Sie ist die Einzige weit und breit, die für ihren Job lebt.

Unsere Wixxxer in Brüssel und ALLE (27 verbleibenden) Mitgliedsstaaten sollten sich ein Beispiel daran nehmen. Und nicht faul spielen.

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jaenner61
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Bin neugierig

Wie lange sich die EU dieses Kasperltheater noch ansehen will. Noch dazu ist es ein extrem schlechtes Vorbild für andere Länder, die sich auch mit dem Gedanken spielen die Union zu verlassen.

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voit60
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Die ehemaligen Herrscher der Welt

werden immer mehr zu den Lächerlichen der westlichen Welt.

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pescador
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Wieder keine Einigung

Na geh, wer hätte sich das gedacht?

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TrailandError
0
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Politische Eliten Britaniens sind am Ende

Liebe Frau May , Herr Corbyn !
Ersuche Sie höflichst das britische Volk aus ihre Geißelhaft zu entlassen. Das heißt konkret:
1) Zweites Referentum
2) Britanien wird sich auf Basis der nun vorliegenden Fakten mit sehr sehr großer Mehrheit für den Verbleib in der EU entscheiden
3) Lasse Sie das mit den Umfragen und glaube sie bitte nur in der Kirche!
4) Dann treten sie liebe Frau May zurück und erlassen vorher noch ein Dekret das Leute wie Johnson und Co. nicht an die Macht dürfen

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pescador
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.

Ich wäre mir da nicht so sicher, dass die Briten bei einem zweiten Referentum für den Verbleib in der EU stimmen würden.

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Lodengrün
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Ja wann begreift die Tante

endlich das mit ihr nichts mehr läuft.

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vitruvius
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´ne Frage:

Mit wem würde denn dort noch was laufen? ...und vor allem, was!?

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georgXV
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genauso ist es !!!

LEIDER !!!

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Hieronymus01
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Anderer seits bin ich froh...

dann sehen wir wie Populisten den Wagen an die Wand fahren.

Wie sagte schon Obelix, die sp.... die Briten.

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Nixalsverdruss
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Was lernen wir daraus?

Es geht einmal wieder nur um Macht!

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georgXV
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???

oh Herr, bitte verschone uns vor diesem Clown !!!

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