Die Mitglieder der Musikkapelle aus Matrei am Brenner sangen für den Papst Tiroler Lieder. Franziskus, der während der Audienz im Rollstuhl saß, ließ sich danach mit der Trachtenkapelle fotografieren und dankte für die musikalische Darbietung. Der Papst bekam eine Kiste mit Tiroler Spezialitäten wie Speck und Schnaps als Geschenk.

Bei den an die Generalaudienz anschließenden Begegnungen mit dem Papst bekamen 20 Pilgerinnen und Pilger aus Tirol die Gelegenheit, Franziskus die Hand zu schütteln und kurz mit ihm zu reden: Darunter die politischen Vertreter wie Landeshauptmann Günther Platter, Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann und Landesrat Johannes Tratter (alle ÖVP), Abordnungen der mitgereisten Traditionsverbände. Auch mehrere Priester, ein Ehepaar, das sich vor genau 33 Jahren bei einer Diözesanwallfahrt in Rom kennengelernt hatte, sowie zwei Jugendliche konnten mit Franziskus sprechen.

Nach der Generalaudienz mit dem Papst in der Aula Nervi gab es einen Gottesdienst am Hauptaltar im Petersdom, dem Glettler vorstand. Neben dem Bischof waren 13 Priester, Ordensleute sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diözese Innsbruck an dem Gottesdienst anwesend. Im Unterschied zu Landeshauptmann Platter, der bereits 2018 bei einer Diözesanwallfahrt in Rom dabei war, stellte die diesjährige Ausgabe für Glettler eine Premiere als Innsbrucker Bischof dar - coronabedingt musste die Fahrt mehrmals verschoben werden.

"Fast 500 Personen aus Tirol, die an der Diözesanwallfahrt nach Rom teilnehmen, haben gemeinsam ein dreifaches Ziel: Persönliche Erneuerung im Glauben, Erfahrung weltkirchlicher Verbundenheit und geistige Stärkung für die vielfältigen Herausforderungen in unserer nervösen Zeit", betonte Bischof Glettler im Gespräch mit der APA. Die am Montag in Rom eingetroffenen Teilnehmer an der Diözesanwallfahrt bleiben noch bis Freitag in der Ewigen Stadt.

Nach der Messe trat die Musikkapelle aus Matrei am Brenner zur Freude der Touristen auch auf dem Petersplatz auf. Mehrere Tiroler Lieder wurden gesungen, Platter dirigierte mit dem Taktstock.

Am Dienstagabend hatte das Land Tirol im Palazzo Cardinal Cesi ein Netzwerktreffen mit Tiroler Partner-Institutionen in Rom organisiert. Im Rahmen des Abendempfangs überreichte Platter der Referentin für Wallfahrten in der österreichischen Botschaft beim Heiligen Stuhl, Huberta Bertolini-Pott, den Tiroler Adler Orden in Silber.

"Durch ihre engagierte Organisation von Wallfahrten für Tirolerinnen und Tiroler leistet sie einen wertvollen Beitrag für unser Land. Der Tiroler Adler Orden, zu dem wir herzlich gratulieren, steht für Anerkennung und Wertschätzung", so Platter. Der Tiroler Adler-Orden wurde 1970 vom Tiroler Landtag geschaffen und würdigt Persönlichkeiten, die nicht aus Tirol stammen, aber mit ihrem Engagement und Wirken das Land geprägt haben.

Tiroler Schützen auf Roms Rathausplatz hatten am Dienstag in der Ewigen Stadt für Aufsehen gesorgt. Vor den Augen verblüffter Touristen marschierten 52 Schützen auf dem Kapitol-Hügel auf und feuerten eine Ehrensalve als Friedenszeichen ab. Tirol hielt mit Platter somit erstmals einen Landesüblichen Empfang in Rom ab. Vorangegangen war der Veranstaltung ein Treffen mit dem Vizebürgermeister von Rom, Pierluigi Sanna