Auf der Westautobahn bei Eugendorf hat sich in der Nacht auf Donnerstag ein Unfall mit einem Reisebus ereignet. Bei dem Unfall wurden 16 Personen verletzt, fünf davon schwer, wie die Polizei informierte. Das Rote Kreuz und die Feuerwehr waren mit zahlreichen Helfern im Einsatz. "Eine Meldung über Todesopfer haben wir derzeit nicht", sagte Rot-Kreuz-Sprecherin Robert Thanner zur APA.

Bus prallte gegen Betonleitschiene

Der Unfall hat sich um ca. 3.00 Uhr zwischen den Anschlussstellen Salzburg-Nord und Wallersee (Gemeinde Eugendorf im Flachgau) in Fahrtrichtung Wien ereignet. In diesem Abschnitt befindet sich derzeit eine Baustelle mit Gegenverkehr. Zu dem Unfall gekommen ist es laut dem 56-jährigen Fahrer des Busses während eines Überholmanövers. Der Lenker habe auf der linken Spur mit rund 80 km/h einen LKW überholt und fuhr dabei in den Baustellenbereich ein. Dort sei es ihm nicht mehr möglich gewesen, die Spur zu wechseln.

Die Überholspur, auf der sich der Bus befand, wird hier auf die Gegenfahrbahn geleitet. Der Bus mit 28 Insassen touchierte laut Polizei mit der Betonmittelleitwand, wurde in die Höhe katapultiert und kam erst an der Leitschiene auf der Gegenfahrbahn zum Liegen. 

Alle Insassen des Busses konnten selbstständig den Reisebus
verlassen. In den Morgenstunden hieß es seitens der Einsatzkräfte
noch, dass es insgesamt 19 Verletzte gab, davon von drei Schwer- und
16 Leichtverletzte. Gegen Mittag informierte die
Landespolizeidirektion Salzburg dann, dass 16 Personen verletzt
wurden, fünf schwer und elf leicht. Zehn der 26 Fahrgäste seien
unverletzt geblieben. Auch der Busfahrer und sein Beifahrer blieben
polizeilichen Angaben zufolge unverletzt. Im Bus befand sich nur ein
Kind, das den Crash ebenfalls unverletzt überstand.

Touristen aus dem Kosovo

Der Reisebus war laut Wolfgruber vom Kosovo nach Hannover unterwegs. "Es handelt sich um Touristen, die offensichtlich aus dem Kosovo kommen."

Zur Unfallstelle war ein Großaufgebot an Helfern ausgerückt. Die Feuerwehren Hallwang und Eugendorf kamen mit etwa 60 Freiwilligen in acht Fahrzeugen, das Rote Kreuz rückte mit rund 50 Helfern in 14 Fahrzeugen an. Laut Gerstgraser waren Sanitäterinnen und Sanitäter aus dem Flachgau, aus der Stadt Salzburg, aus dem benachbarten Oberösterreich und ein Fahrzeug aus Freilassing (Bayern) sowie drei Notärzte im Einsatz.

Der beschädigte Bus befand sich auch gegen 6.00 Uhr noch an der Unfallstelle, weshalb die Westautobahn in diesem Bereich in Fahrtrichtung Wien unpassierbar war. Zu Mittag war die Unfallstelle geräumt. Der Stau, der zeitweise bis zur Stadt Salzburg zurückreichte, löste sich auf.