Überbevölkerung, Umweltverschmutzung, soziale Isolation, Pandemien und vor allen ein drohender Blackout sorgen bei Teilen der Menschheit für Angst und Sorge. Ein Immobilienprojekt bietet dafür die Lösung an, mit einer Art autarke Arche Noah im Nationalpark Hohe Tauern bei Kitzbühel.

Es soll ein kleiner exklusiver Platz werden – mit 50 natürlichen und autarken Wohneinheiten inklusive Wellness und Spa, wirbt Six Senses Residences auf seiner Homepage. Auf der man sich auch für die "Arche Noah" schriftlich bewerben kann. Die Eröffnung ist mit Dezember 2024 geplant.

"Wir sehen die Herausforderung dieser Zeit als unseren Auftrag für die Zukunft! Wir müssen aus dem Mainstream ausbrechen, alle Prozesse und Strukturen des Lebens überdenken und eine Umwelt schaffen, die Natur und Menschen respektvoll miteinander verbindet", schreiben die Macher der "autarken Arche Noah" auf ihrer Homepage. Entstehen sollen demnach 13 "Villen für den Weltuntergang", 33 Appartements, vier Townhäuser und ein Hotel mit 77 Zimmern. Für 15 Millionen Euro bekommt man eine komplett eingerichtete Villa auf etwa 430 Quadratmeter Wohnfläche. Den E-Porsche mit Vegan-Ausstattung gibt es laut "Spiegel" gratis dazu.

Einige prominente Klienten – erfolgreiche Unternehmer und ehemalige Sportler – sollen sich schon angemeldet haben, darunter seien Anfragen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich.

Erste Probleme bei dem Projekt nur für Reiche hätte es laut "Spiegel" aber bereits gegeben. Demnach sei E-Auto-Sponsor Porsche abgesprungen und ein Bau im Nationalpark Hohe Tauern ist auch nicht möglich. Der Bauplatz befindet sich "in der Nähe".

Das Kitzbühler Projekt ist jedoch nicht das erste derart geplante der Immobiliengruppe. Bereits 2019 hätte ein derartiges Resort für Reiche am Pass Thurn bei Mittersill in Salzburg gebaut werden sollen. Dann kam Corona, kamen Naturschützer dazwischen. Mittlerweile sollen die Bagger allerdings am Pass Thurn aufgefahren sein. Auch in Kärnten soll eine Wohnsiedlung entstehen, die laut Betreibern einem totalen Blackout einen Monat lang entgegenhalten kann – mittels Notstromaggregaten und Tank voller "Bundesheer-Diesel", berichtete der "Standard".