In der Stadt Salzburg ist Mittwoch zu Mittag ein Firmengelände evakuiert worden. Ein Zeuge hatte offenbar eine verdächtige Person in einem Tarnanzug und mit einem waffenähnlichen Gegenstand auf dem Areal der Geschützten Werkstätten (GWS) wahrgenommen. Ein Großaufgebot an Polizisten, darunter die Eliteeinheit Cobra, durchsuchte das Gebäude und das umliegende Gelände. Rund 300 Beschäftigte wurden in Sicherheit gebracht. Bisher wurde keine verdächtige Person entdeckt.

Der Einsatz wurde von Diensthunden, einer Drohne und einem Hubschrauber der Polizei unterstützt, wie der Sprecher der Landespolizeidirektion Salzburg, Hans Wolfgruber, gegenüber der APA erklärte. Die Evakuierten werden vom Roten Kreuz betreut. Zunächst war nicht klar, ob sich die verdächtige Person im Firmengebäude befindet oder das Areal wieder verlassen hat. In den Geschützten Werkstätten im Stadtteil Gnigl sind auch Menschen mit Beeinträchtigungen beschäftigt.

Verdächtiger nicht entdeckt, Fahndung läuft weiter

Am Nachmittag wurden die Evakuierungsmaßnahmen aufgehoben. "Die Durchsuchung war negativ. Der Einsatz vor Ort ist abgeschlossen. Die Fahndungsmaßnahmen laufen aber noch", sagte Wolfgruber. Polizisten ermittelten im Nahbereich und im Umfeld des Firmengeländes. Möglicherweise können Zeugen Angaben machen, verdächtige Gegenstände gefunden und Videoaufnahmen sichergestellt werden.

Der Polizei liegt zwar eine Aufnahme vor, diese sei aber von extrem schlechter Qualität, sagte der Polizeisprecher. "Man kann eine Person nur schemenhaft erkennen." Nicht erkennbar sei, welcher Gegenstand mitgeführt werde und um welche Person es sich handelt. Experten versuchen nun, die Aufnahme so weit zu verbessern, um sie für die Spurenauswertung heranziehen zu können.