Ab Samstag, 16. April, treten neue Lockerungen der Corona-Maßnahmen in ganz Österreich in Kraft – das geht aus der neuen Verordnung des Gesundheitsministeriums hervor. Was dabei aber besonders ins Auge sticht, sind die neuen Regelungen für Kirchenbesuche: Grundsätzlich muss beim Betreten von Kirchen eine FFP-2-Maske getragen werden. Außer, die Kirche wird für eine religiöse Zusammenkunft (zum Beispiel dem Feiern einer Messe) betreten. Dann muss keine Maske getragen werden.

Maske allein ja, unter Leuten nein

Das heißt: Eine FFP2-Maske ist Pflicht, wenn man sich allein in der Kirche aufhält. Bei Messen, wo wiederum viele Menschen aufeinandertreffen, müssen allerdings keine Masken getragen werden. Von der FFP2-Maskenpflicht generell ausgenommen sind nach wie vor Kinder unter sechs Jahren. Schwangere und alle bis 14 können alternativ einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Bischofskonferenz rät zur Maske

Die Bischofskonferenz hat in ihrer neuen Rahmenordnung die Bundesverordnung jetzt etwas nachgeschärft. Bei Messen und religiösen Feiern muss demnach, solange man sich nicht auf seinem Sitzplatz befindet sowie beim Betreten und Verlassen der Kirche, eine FFP2-Maske getragen werden. Am Platz darf sie zwar grundsätzlich abgenommen werden, allerdings wird auch am Sitzplatz das Tragen einer Maske empfohlen.

Ansonsten ist die Liturgie wieder beinahe wie vor der Pandemie möglich. Singen ist anders als im Vorjahr wieder erlaubt und auch die Kommunion läuft wieder beinahe ohne Beschränkungen ab. Einzig beim Kommunionsweg muss eine FFP2-Maske getragen werden. Eine gute Nachricht gibt es auch, wenn es um die Beichte geht. Diese kann nun wieder im Beichtstuhl abgelegt werden, allerdings müssen beide Personen eine FFP2-Maske tragen.

Für Taufen, Firmungen oder Hochzeiten braucht es zusätzlich ein Präventionskonzept. Maßnahmen zum Management von Kontaktpersonen müssen aber nicht mehr vorgelegt werden.

Lockerungen auch für Osterfeuer

Aber nicht nur für Ostergottesdienste bringt die neue Verordnung einige Änderungen mit sich, sondern auch bei den traditionellen Osterfeuern. Mussten bis zuletzt ein Präventionskonzept und ein Corona-Beauftragter noch für alle Veranstaltungen ab 50 Personen festgelegt werden, gilt das jetzt erst ab 500 Personen. Somit dürften die Osterfeuer von Karsamstag auf Ostersonntag komplett ohne Corona-Maßnahmen auskommen.