In der vergangenen Woche starben fünf Pkw-Lenker und je ein E-Bike-Lenker, Fußgänger, Mitfahrer in einem Pkw und Mopedlenker bei acht Verkehrsunfällen. Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am Samstag, 9. April, im Bezirk Sankt Pölten-Land, Niederösterreich, bei dem eine 17-jährige Pkw-Lenkerin getötet wurde. Die Probeführerscheinbesitzerin verlor auf einer regennassen Landesstraße, vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit, in einer leichten Rechtskurve die Kontrolle über ihr Fahrzeug und schleuderte auf die Gegenfahrbahn.

Ein entgegenkommender Pkw-Lenker konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und kollidierte frontal mit dem Pkw der 17-Jährigen. Durch den Anprall wurde die Lenkerin, die keinen Sicherheitsgurt verwendet hatte, in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt. Trotz einer raschen Bergung konnte nur mehr der Tod der 17-jährigen Lenkerin festgestellt werden. Der entgegenkommende Pkw-Lenker wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Am Wochenende, zu Beginn der Osterferien, verunglückten vier Verkehrsteilnehmer tödlich.

Unachtsamkeit häufige Unfallursache

Sieben Personen kamen in der Vorwoche ums Leben. Vier Verkehrstote mussten in Niederösterreich, jeweils zwei in Oberösterreich und der Steiermark und einer in Wien beklagt werden.

Vermutliche Hauptunfallursachen waren in vier Fällen Unachtsamkeit und in je einem Fall ein Fehlverhalten des Fußgängers, nicht angepasste Geschwindigkeit und Vorrangverletzung. Bei einem Unfall konnte die Ursache bisher nicht geklärt werden. Vier tödliche Verkehrsunfälle waren Alleinunfälle, zwei Verkehrstote waren ausländische Staatsangehörige und zwei getötete Pkw-Lenker verwendeten keinen Sicherheitsgurt.

Vom 1. Jänner bis 10. April gab es im österreichischen Straßennetz 87 Verkehrstote (vorläufige Zahl). Im Vergleichszeitraum 2021 waren es 56 und 2020 76.