Prozess am MontagMann stopfte seinem Baby Taschentuch in den Mund - es erstickte

Der 35-jährige Niederösterreicher - er soll der Vater gewesen sein - soll dem Baby das Taschentuch in den Mund gestopft haben, weil es so laut schrie. Der Fall ereignete sich schon vor fünf Jahren und wurde erst jetzt bekannt.

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Prozess am Landesgericht St. Pölten um totes Baby © KLZ/Scheriau
 

Einem Niederösterreicher wird nächsten Montag in St. Pölten der Prozess gemacht, weil er seinem Baby ein zusammengeknülltes Papiertaschentuch in den Mund gesteckt haben soll. Der Fremdkörper gelangte nach Gerichtsangaben in den Rachen und verschloss die Atemwege. Erst eine halbe Stunde später konnte das Taschentuch durch den Notarzt mit einer Zange entfernt werden. Der wenige Wochen alte Säugling starb. Dem Mann wird Körperverletzung mit tödlichem Ausgang vorgeworfen.

Fall ereignete sich vor fünf Jahren

Der Vorfall soll sich Gerichtsangaben zufolge bereits vor fünf Jahren im Bezirk St. Pölten-Land ereignet haben. Der 1986 geborene Mann muss sich vor einem Schöffensenat verantworten. Beim Angeklagten handelt es sich um den Vater, teilte die Sprecherin des Landesgerichts auf Anfrage mit.

Der Mann soll laut Medienberichten dem schreienden Baby ein Papiertaschentuch in den Mund gestopft haben. Der Säugling soll bewusstlos geworden sein, nach monatelangen Behandlungen im Krankenhaus starb das Baby im Mai 2016, berichtete der ORF NÖ.

Anzeige erst heuer im Jänner

Erst heuer im Jänner soll die Lebensgefährtin des Mannes Anzeige bei der Polizei erstattet haben, weil er sie mit dem Umbringen bedroht haben soll. In der Einvernahme soll sie ihn auch der Tötung des Kindes beschuldigt haben. Der Niederösterreicher soll in den ersten Befragungen durch die Polizei laut "Kurier" noch behauptet haben, dass sich das Kind das Tuch selbst in den Mund gesteckt haben soll. Ein Gutachter soll diese Angaben bereits widerlegt haben, berichtete die Tageszeitung online.

 

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