WienEhefrau zwei Mal bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt

Aus Angst wagte sich die 55-Jährige nicht zur Polizei. Erst als sie ihrer Schwester davon erzählte, holte diese Hilfe. Der Ehemann wurde angezeigt.

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© Markus Traussnig
 

Eine Frau soll in der vergangenen Woche in einer Wohnung in Wien-Landstraße zwei Mal von ihrem Ehemann dermaßen attackiert worden sein, sodass sie ihr Bewusstsein verlor. Anfang der Woche drückte der 55-Jährige der Frau einen Polster ins Gesicht und am Mittwochnachmittag würgte er sie mit den bloßen Händen. Bei beiden Angriffen wurde sie bewusstlos. Der Mann wurde laut Polizei zunächst auf freiem Fuß angezeigt.

Das Paar hatte seit Wochenbeginn mehrfach wegen finanzieller Probleme gestritten. Dabei wurde der 55-Jährige handgreiflich gegen seine 60-jährige Frau. Sie traute sich nicht, die Polizei zu informieren. Das übernahm ihre Schwester, die am Mittwoch nach der zweiten Attacke die Einsatzkräfte holte.

Der 55-Jährige wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft zur sofortigen Vernehmung gebracht. Nach der Einvernahme wurde er zunächst nicht festgenommen, sondern auf freiem Fuß angezeigt. Gegen den Mann wurde zudem ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen. Weitere Einvernahmen und Ermittlungen waren am Donnerstag am Laufen. Die 60-Jährige wurde vom Rettungsdienst versorgt, musste jedoch nicht zur Behandlung in ein Krankenhaus.

Warnung vor "Klimawandel" in Gesellschaft

Erst am Mittwoch haben die Autonomen Österreichischen Frauenhäuser in einer Aussendung einen grundlegenden "gesellschaftlichen Klimawandel" gegen Männergewalt an Frauen gefordert, nachdem rund um den Feiertag wieder Frauen von ihren Partnern lebensgefährlich verletzt wurden. "Die Brutalität und zunehmende Männergewalt an Frauen ist unhaltbar. Seit Beginn 2014 haben bereits 223 Frauen ihr Leben verloren. Dieses enorme Ausmaß an Gewalt können und wollen wir nicht mehr hinnehmen", hieß es. "Die Folgekosten der Männergewalt an Frauen sind nicht nur hohe volkswirtschaftliche Ausgaben; sie kostet dem Staat Milliarden. Sie ist aber vor allem eine Sicherheitskrise für unsere Gesellschaft, besonders für Frauen und Kinder. Viele Frauen leben in Angst und Panik und fühlen sich vom Staat in Stich gelassen."

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Henry44
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Nach Mordversuch auf freiem Fuß angezeigt?

Hoffentlich vollendet der Mann seinen Versuch nicht noch erfolgreich! Wäre nicht der erste Fall dieser Art und nachher fragt jede(r), warum er nicht festgenommen worden ist.

freeman666
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7
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Wenn man einen Menschen bis zur Bewusstlosigkeit würgt,

nimmt man billigend seinen Tod in Kauf.
Für die österreichische Staatsanwaltschaft ist das eher nicht so.
Wann wartet ab.
Hoffentlich müssen wir nicht schon wieder lesen: AMTSBEKANNTER Gewaltverbrecher erwürgt seine Frau.