LienzVier Alpinisten aus Bergnot am Großglockner gerettet

Die Männer kamen aufgrund des Schnees und des vereisten Areals nicht mehr weiter.

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Symbolbild © APA/EXPA/Groder
 

Vier Alpinisten aus Tschechien sind am Samstag am Großglockner in Bergnot geraten und mussten geborgen werden. Zwei von ihnen konnten noch vor Einbruch der Dunkelheit mit dem Hubschrauber gerettet werden, die anderen beiden mussten gemeinsam mit Bergrettern zunächst noch einmal aufsteigen, ehe sie in sichere Gefilde gelangten. Die vier Alpinisten blieben unverletzt, jene, die zu Fuß abstiegen, waren stark erschöpft und leicht unterkühlt, informierte die Polizei.

Das Quartett stieg auf dem Normalweg zum Gipfel des Großglockners auf. Weil auf dem Weg allerdings viel Frequenz herrschte, wollten die vier Männer im Alter zwischen 26 und 31 Jahren über den Stüdlgrat absteigen. Wegen des dort liegenden Schnees und aufgrund von vereisten Arealen im Bereich des sogenannten "Jogental" auf 3.600 Meter Seehöhe kamen sie nicht mehr weiter und setzten gegen 19.30 Uhr einen Notruf ab. Gegen 19.50 Uhr konnten zwei der vier Bergsteiger per Tau geborgen und zur Stüdlhütte (2.801 Meter) geflogen werden. Weil inzwischen Dunkelheit eingesetzt hatte, war ein weiterer Anflug zum Grat aber nicht möglich.

Abstieg wegen fehlender Ausrüstung nicht möglich

Im telefonischen Kontakt mit den beiden am Grat verbliebenen Alpinisten wurde deren Gesundheitszustand abgeklärt. Sie gaben an, unterkühlt zu sein, ihrer Einschätzung nach hätten sie die Nacht am Berg nur schwer überstanden. Deshalb wurde eine vierköpfige Bergführergruppe zusammengestellt, die sich auf den Weg zu den zwei Tschechen machte. Der Bergetrupp kam gegen 22.30 Uhr bei den zwei Alpinisten an, die mit Wärmepads und heißen Getränken versorgt wurden. In weiterer Folge stieg die Gruppe wieder zum Gipfel auf und über den Normalweg zur Erzherzog Johann Hütte (3.454 Meter) ab, wo sie gegen 1.00 Uhr eintraf. In weiterer Folge wurden die beiden Männer mit dem Polizeihubschrauber ins Tal geflogen. Ein selbstständiger Abstieg wäre für sie wegen der fehlenden Gletscherausrüstung nicht möglich gewesen, hieß es.

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