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Solidarität in KrisenWeniger als zehn Prozent "ist alles wurscht"

Hat die Solidarität während der Pandemie gelitten? Ist die Hilfsbereitschaft nach den Unwettern ein Gegenbeweis? Politikwissenschafterin Barbara Prainsack erklärt, wie es um die Solidarität im Land bestellt ist.

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Welchen Stellenwert hat die Solidarität im Land? © (c) Fotolia
 

Frau Prainsack, die Solidarität im Land hat während der Pandemie gefühlt abgenommen. Die Bilder vom Aufräumen nach den Unwettern legen das Gegenteil nahe. Wie ist es also um die Solidarität im Land bestellt?
BARBARA PRAINSACK:
Ich kann verstehen, dass viele Menschen meinen, die Solidarität habe während der Pandemie gelitten. Grundsätzlich stimmt es aber nicht. Gerade zu Beginn der Pandemie haben sich viele Menschen sehr solidarisch verhalten, das hat mit den anhaltenden Maßnahmen aber wieder nachgelassen. Es war also eine Phase der Überzeichnung. Dem gegenüber stand eine gewisse Ernüchterung. Irgendwann waren bei vielen die Akkus leer, die Mensch-zu-Mensch-Solidarität hat wieder abgenommen. Es gab auch jene, die Einschränkungen als unfair empfunden haben und daraus die Frage für sich abgeleitet haben, warum sie unter diesen Umständen anderen helfen sollten. Da sind natürlich Gräben aufgebrochen. Die von uns durchgeführten Studien haben aber ergeben, dass die Solidarität im Land nicht gesunken ist.

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