Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Neue BetrugsmascheNach Fake-Sprachnachricht war die Handyrechnung 900 Euro hoch

„Neues Voicemail“ ist in der Verständigungs-SMS zu lesen, die derzeit wahllos an Menschen im deutschen Sprachraum geschickt wird. Enthalten ist ein Link, unter dem die Sprachnachricht abzurufen sei. Macht man das, wird es richtig teuer.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
© contrastwerkstatt - stock.adobe.
 

Derzeit ist wieder eine neue Betrugsmasche in Umlauf. Zahlreiche Smartphone-Nutzer haben in den letzten Tagen SMS-Verständigungen über vermeintliche Sprachnachrichten erhalten. Siegt die Neugierde, kann es richtig teuer werden. Wie bei einem Niederösterreicher, dessen letzte Handyrechnung deshalb fast 900 Euro ausmachte. „Wenn Sie derartige SMS-Nachrichten erhalten, die sich von den üblichen Voicemail-Verständigungen Ihres Netzbetreibers unterscheiden oder die zum Abhören die Installation einer App verlangen, gilt: Hände weg und sofort löschen“, warnen AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser und das Landeskriminalamt Niederösterreich.

Mit Sprachnachricht zum Datenklau

„Neues Voicemail“ ist in der Verständigungs-SMS zu lesen, die derzeit wahllos an Menschen im deutschen Sprachraum geschickt wird. Enthalten ist ein Link, unter dem die Sprachnachricht abzurufen sei. Klickt man drauf, gelangt man zu einer gefälschten Seite eines bekannten Mobilfunkbetreibers und wird aufgefordert, zum Abhören der Nachricht eine App herunterzuladen. Die App enthält Schadsoftware, mithilfe derer Betrüger an die Daten der Opfer gelangen wollen.

Doch damit nicht genug: „Im Falle eines Mannes, der sich an die AK-Konsumentenberatung gewendet hat, hat das Smartphone des Betroffenen durch die Schadsoftware über 6.000 SMS ins Ausland verschickt – auf seine Rechnung“, sagt AK-Konsumentenschützer Michael Dunkl. Bemerkt hat der Mann das erst, als sein Handy bei einer Forderung von fast 900 Euro gesperrt wurde. Er wandte sich an die AK.

„Der Mobilfunknetzbetreiber reagierte schnell und kulant. Der betroffene Mann bekam eine Gutschrift über einen Großteil der Schadenshöhe - das Handy musste jedoch auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden, um den elektronischen Schädling loszuwerden. Hat man da nicht mit einem Backup vorgesorgt, dann sind zum finanziellen Schaden auch noch Daten wie Kontakte und Fotos weg“ so Dunkl.

Hände weg und sofort löschen

Um es gar nicht so weit kommen zu lassen, raten AK Niederösterreich und das Landeskriminalamt zu äußerster Vorsicht. Sowohl bei verdächtigen SMS- als auch E-Mail-Nachrichten gilt: Mitgeschickte Links bzw. Anhänge nicht öffnen, einen genauen Blick auf den Absender werfen, keine geforderten Apps herunterladen, sondern die Nachrichten am besten sofort löschen. Im Zweifelsfall  bei der nächsten Polizeidienststelle Anzeige erstatten.

Kommentare (2)
Kommentieren
calcit
1
0
Lesenswert?

Warum stellen eigentlich sowas die Netzbetreiber nicht selbst ab?

In deren Macht liegt das ja sicherlich. Aber mich beschleicht da ja eine böse Ahnung: Schneiden die bei diesen Wucher-Gebühren dann nicht auch kräftig mit?

Reipsi
1
1
Lesenswert?

Jo wenn man

so neugierig ist .