Vorstoß in WienImpfpflicht für neues Personal in Ordensspitälern

Für eine generelle Impfpflicht für alle Mitarbeitenden der Ordensspitäler fehle die gesetzliche Grundlage. Neue Angestellte müssen sich zur Impfung verpflichtet.

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++ HANDOUT/THEMENBILD ++ CORONAVIRUS: INTENSIVSTATION AM UNIKLINIKUM SALZBURG
Das Coronavirus soll in Ordensspitälern keine Chance mehr bekommen © (c) APA/SALK (UNBEKANNT)
 

"Wer künftig bei einem der sieben gemeinnützigen Wiener Ordensspitäler eine Stelle antritt, muss eine SARS-CoV-2 beziehungsweise COVID-19- Impfung vorweisen oder sich impfen lassen", gab Manfred Greher, der Sprecher der Wiener Ordensspitäler, am Dienstag bekannt. Für Neuanstellungen gilt damit eine Impfpflicht. Kommt ein neuer Mitarbeiter oder eine neue Mitarbeiterin trotz zuvor gegebener Zustimmung wider Erwarten der Impfpflicht nicht nach, wird die Probezeit beendet.

Und von dieser betroffen sind nicht nur alle neuen Ärztinnen, Ärzte und Pflegepersonen, sondern das gesamte neu eintretende Personal. "Wir haben als Krankenhäuser eine besonders hohe Verantwortung unseren Patientinnen und Patienten und unseren Mitarbeitenden gegenüber, und wollen das Corona-Infektionsrisiko für alle durch die neue Regelung möglichst auf null reduzieren", sagte Greher. Die Voraussetzung für dieses konsequente Vorgehen sei allerdings, dass künftig ausreichend Vakzine zur Verfügung stehen.

20 Prozent der Wiener Spitalsbetten

"Bei den bestehenden Mitarbeitenden haben wir uns seit der Verfügbarkeit von Corona-Impfstoffen erfolgreich bemüht, durch eine intensive Aufklärungsarbeit die Impfbereitschaft und Impfquote ständig zu erhöhen", so Greher. "Die Einführung der Impfpflicht für neue Mitarbeitende ist der konsequente nächste Schritt." Für eine generelle Impfpflicht für alle Mitarbeitenden der Ordensspitäler fehle die gesetzliche Grundlage.

In den sieben Häusern steht jedes fünfte Wiener Spitalsbett und es werden dort 25 Prozent alles stationären Patientinnen und Patienten der Stadt behandelt. Die Wiener Non-profit-Spitäler haben gegenwärtig mehr als 5000 Mitarbeitende.

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Zwiepack
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Richtig so!

Hoffe, der Landeshauptmann bleibt auch bei seiner Entscheidung, was die künftigen MitarbeiterInnen bei KAGES und Kindergärten angeht!

lilith73
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Grundrechte Verfassung

Jeder soll selbst entscheiden was er seinem Körper zufügt. Ist die Impfung wirklich wirksam und nicht schädlich, ist es sinnvoll, sich impfen zu lassen.

Wird aber jemand dazu gezwungen, auch in der Form, dass er sonst nicht mehr, oder nur unter erschwerten Bedingungen am öffentlichen Leben teil haben kann, dann wäre das eigentlich gegen die Verfassung.

Jeder soll für sich selbst entscheiden ob er sich impfen lässt, oder nicht.

STEG
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Impfpflicht in Ordensspitälern

Eine richtige Entscheidung um die Gesundheit von Patienten nicht zu gefährden. Impfverweigerer können sich in Brasilien bewerben, dort fehlt es an Impfstoff. Bolsonaro hat zwar wegen der prekären Lage nun um schnellere Lieferung gebeten. Eine gefährliche Pilzerkrankung als Folge von Covid muss dort eingedämmt werden.