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Essen im MüllRechnungshof prangert maßlose Verschwendung an

790.790 Tonnen an vermeidbaren Essensabfällen fallen in Österreich jährlich an. Das hat nun auch der Rechnungshof bestätigt und fordert eine Gegenstrategie.

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© (c) Andrey Popov - stock.adobe.com (Andrey Popov)
 

Der Rechnungshof (RH) prangert das Ausmaß der Lebensmittelverschwendung an und legt dem Umwelt- und Klimaschutzministerium nahe, gemeinsam mit dem Landwirtschafts- und dem Konsumentenschutzministerium eine Gegenstrategie vorzulegen. "Dabei wären alle Sektoren der Lebensmittelkette einzubeziehen", auch Landwirtschaft und Produktion, heißt es im am Freitag vorgelegten Prüfbericht. 790.790 Tonnen an vermeidbaren Essensabfällen fallen demnach in Österreich jährlich an.

Auf diese Zahl kommt der RH mit den Daten, die er für den Bericht "Verringerung der Lebensmittelverschwendung - Umsetzung des Unterziels 12.3 der Agenda 2030" eruiert hat. Fakt sei aber: Aktuelle, systematisch und umfassend erhobene Zahlen über das tatsächliche Ausmaß fehlen, lautet eine Kritik Richtung Umwelt- und Klimaschutzministerium. Daher werde es auch nicht möglich sein zu beurteilen, ob das Ziel für nachhaltige Entwicklung erreicht wird, bis 2030 die Lebensmittelverschwendung pro Kopf zu halbieren. Darauf hatten sich 2015 die Staats- und Regierungschefs der UNO-Mitgliedstaaten geeinigt.

Die Haushalte tragen laut Rechnungshof mit 206.990 Tonnen am meisten zur Jahresmenge bei. In der Außer-Haus-Verpflegung landen 175.000 Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle im Müll. Der Handel verursache mit 120.000 Tonnen die geringste Menge aller Sektoren. Dies sei jedoch ein "näherungsweiser Überblick" mit Daten, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten erhoben wurden. Das Umweltministerium solle künftig besser "in regelmäßigen Abständen in Einklang mit den EU-Vorgaben" solche Daten entlang der gesamten Lebensmittelkette erfassen.

Im Regierungsprogramm 2020-2024 ist ein Verbot der Entsorgung genusstauglicher Nahrungsmittel im Lebensmitteleinzelhandel verankert. Derzeit gibt es ein auf Freiwilligkeit basierendes Kooperationsmodell: 2017 hat der Einzelhandel demnach mit 12.250 Tonnen doppelt so viele Lebensmittel an soziale Einrichtungen weitergegeben wie 2013. Für den Fall eines gesetzlichen Entsorgungsverbots hatten die Empfänger wiederholt Bedenken hinsichtlich finanzieller und personeller Ressourcen sowie Kühlungs-, Lager- und Verteilungskapazitäten geäußert. Der Rechnungshof empfiehlt daher dem Ministerium, im Falle einer gesetzlichen Verpflichtung für die Unternehmen zum Spenden von Lebensmitteln die infrastrukturellen, logistischen und finanziellen Rahmenbedingungen mitzubedenken.

Das Klimaschutzministerium setzt laut RH in Sachen nachhaltige Entwicklungsziele auf das Aktionsprogramm "Lebensmittel sind kostbar!" - das etwa die Ausschreibung des "Viktualia-Awards" oder die Abhaltung von Kochworkshops beinhaltete - sowie das Abfallvermeidungsprogramm, beide würden vor allem auf die Sektoren Handel, Außer-Haus-Verpflegung und privater Konsum abzielen. Was fehle, sei eine umfassende Strategie, monieren die Prüfer.

"70.000 randvoll geladene Lkw"

Die rund 800.000 Tonnen vermeidbaren Lebensmittelabfälle jährlich "wären 70.000 randvoll geladene Lkw", rechneten die NEOS vor. Ein Umdenken und Wandel im Konsumverhalten "kann nur unter Einbindung von Landwirtschaft und Produktion funktionieren", sagte NEOS-Konsumentenschutzsprecher Felix Eypeltauer. NEOS-Rechungshofausschussvorsitzender Douglas Hoyos kritisierte "die magere Informations- und Datenlage".

"Wir müssen gesamtgesellschaftliche Lösungen finden", sagte die Grüne Konsumentenschutzsprecherin Ulrike Fischer. "791.000 Tonnen - damit könnte man ganz Tirol und Vorarlberg ein Jahr lang satt machen", meinte Grünen-Umweltsprecherin Astrid Rössler. "Der Rechnungshofbericht zeigt auch, dass wir mit unserem Aktionsplan gegen Lebensmittelverschwendung ein ganz wichtiges Maßnahmenpaket erarbeiten, das an den richtigen Hebeln ansetzt." Ein Entschließungsantrag sei im November im Konsumentenschutzausschuss des Parlaments einstimmig angenommen worden. Der Aktionsplan sehe neben dem Wegwerfverbot von genusstauglichen Lebensmitteln aus dem Lebensmitteleinzelhandel eine nationale Koordinierungsstelle zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung sowie die Verbesserung der Datenbasis vor.

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Danke für Ihr Verständnis.

Hako2020
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Wer

laut Köstimger einen 800€ Griller hat und darauf 80Cent Würste grillt
wir keine Lebensmittel haben,um diese in die Mülltonne zu werfen.

kukuro05
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Seltsam....

die Roten und die linksgerichteten Medien predigen dauernd wie verarmt die österreichische Bevölkerung ist......

levis555
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Und ich Narr dachte immer, unsere Unternehmer wären verarmt,

wenn es um ihre Einkommensteuererklärung geht. Danke KukuroO5 für die Aufklärung

Hieronymus01
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Aber auf dieser Basis ist unser Wirtschaftssystem aufgebaut

Jahr für Jahr immer mehr produzieren. Egal wieviel tatsächlich benötigt wird.

Hako2020
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Es

wir nur wegen der Beschäftigung produziert.

Hapi67
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Nicht erwähnt

wird der wesentlich größere Anteil, der es nicht einmal ins Regal oder in den Haushalt schafft, weil der bewusste Konsument ihn nicht kaufen würde und die Industrie diese unschönen Artikel schon vorab ausscheidet.

Es geht uns einfach viel zu gut.

Vielen Dank

duMont
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Ausscheiden und Zerstören der Lebensmittel

wegen der Normierungswut, z. b. krumme Gurken, Und wegen der Industrienormen. Es gibt auch Fehler im Anbau z.b. wird zuviel Mais angebaut , der dann nicht ausreift wegen Trockenheit.