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"Oft länger gut"Neuer Mindesthaltbarkeits-Zusatz für österreichische Lebensmittel

Initiative gegen Lebensmittelverschwendung verweist mit neuem Zusatz "Oft Länger Gut" auf Genießbarkeit auch nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum hin. Zwölf Hersteller sind bereits im Boot.

happy woman taking food from fridge at home
Neuer Zusatz: "Oft Länger" © (c) Syda Productions - stock.adobe.com (lev dolgachov)
 

Die Initiative gegen Lebensmittelverschwendung Too Good To Go hat mit Lebensmittelproduzenten einen neuen Zusatzhinweis zum Mindesthaltbarkeitsdatum von Lebensmitteln entwickelt. Ab sofort steht neben dem Ablaufdatum auch das Zeichen "Oft Länger Gut". Das soll die Konsumenten animieren, ihre Sinne nach dem Motto "Schauen, Riechen, Probieren" einzusetzen, bevor sie Produkte entsorgen. So werden weniger Lebensmittel verschwendet, hofft Too Good To Go.

Zum Start der Initiative am Dienstag haben sich zwölf Marken dazu bekannt, mitzumachen, hieß es in einer Aussendung. Berglandmilch, Recheis, Lorenz, Unverschwendet, Unilever oder Danone drucken das Zeichen "Oft Länger Gut" ab sofort neben das Mindesthaltbarkeitsdatum auf ihre Produkte.

Lebensmittelverschwendung stellt eine große Belastung für die Umwelt dar. In der EU sind laut Too Good To Go rund zehn Prozent dieser Verschwendung auf Missverständnisse rund um Mindesthaltbarkeitsdaten zurückzuführen. Auch in Österreich hat rund jeder Fünfte Zweifel, ein Produkt nach Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums zu konsumieren.Viele Produkte wie Fruchtsaft oder Chips sind noch Wochen oder Monate nach dem Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums genießbar und oft einwandfrei. Auch Milchprodukte wie Butter oder Joghurt sind oft länger gut und eignen sich für den "Schauen, Riechen, Probieren"-Test. Doch gerade hier achten die meisten Österreicherinnen und Österreicher besonders genau auf das Mindesthaltbarkeitsdatum, wie eine Umfrage ergeben hat."Das hat einen enormen Hebel gegen Lebensmittelverschwendung - denn zuhause wird immer noch am meisten verschwendet. Ich freue mich über jede weitere Marke, die einen Unterschied machen möchte und sich unserer Initiative gegen Lebensmittelverschwendung anschließt", sagte Georg Strasser, Country Manager von Too Good To Go. "Viele Lebensmittel schaffen es gar nicht erst bis auf den Teller, sondern landen im Müll, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wurde. Das ist schlecht für unsere Umwelt, für unser Klima und eine Verschwendung unserer wertvollen natürlichen Ressourcen", meinte Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne), die die Initiative unterstützt.

Kommentare (7)
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dini
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Neuer Zusatz ist unnötig

Besser wäre es, wenn die Kühlkette nicht vor dem Anbieten im Verkauf unterbrochen wird, was kein Konsument kontrollieren kann, denn ich muss immer wieder Lebensmittel VOR dem Mindesthaltbarkeitsdatum entsorgen, da sie optisch und/oder olfaktorisch nicht mehr genießbar sind. Das verhindert der neue Zusatz nicht.

Hapi67
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2021

Braucht man einen eigenen Hinweis für schauen, riechen, probieren.

Es soll Zeiten gegeben haben, wo noch Hirn vorhanden war.

Vielen Dank

einmischer
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"... für schauen, riechen, probieren"

riechen und probieren kommt im Handel nicht so gut an - aber Hirn einschalten auch nicht

adabei11
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Hinweis

für viele Österreicher schon

ilselampl
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Richtig - Danke -Hapi67

Soviel Schindluder wie mit zertifizierten, gestempelten und kontrollierten Produkten seit einiger Zeit getrieben wird - geht auf keine Kuhhaut..... und Alle verdienen dabei gut, nur der ehrliche Produzent geht unter......

anita48
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Mindesthaltbarkeit

hat nichts mit gestempelt und zertifiziert zu tun. Nur mit Nachdenken was das heisst.

anita48
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Die Zeiten

sind lang vorbei. Ich hoffe dass es sich wieder auf Vernunft einpendelt. Wenn auf Nudeln und Salz ein Mindesthaltbardatum angebracht wird liegt das Problem auch woanders.